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Tipps, um ein gebrauchtes Auto zu kaufen!

Wer sich ein neues Fahrzeug zulegen möchte, muss sich überlegen, ob es ein Neuwagen sein soll oder ob auch ein gebrauchtes Auto infrage kommt.

Was muss man beim Kauf beachten?

Einen guten Händler finden

Es gibt unzählige Autohändler innerhalb Deutschlands. Viele davon arbeiten seriös, während wiederum andere nur darauf aus sind, andere Menschen um ihr Geld zu betrügen.

Fragen Sie in Ihrem Umfeld, ob jemanden einen guten Händler kennt und damit bereits gute Erfahrungen gemacht hat.

Woran erkennen Sie einen guten Händler?

  • Er zeigt Ihnen ganz offen, welche Mängel ein Auto hat und ob es ein Unfallwagen ist.
  • Hier bekommen Sie alle wichtigen Infos und können Einsicht in das Service-Heft haben und den TÜV-Bericht anschauen.

Vor allem, wenn Sie ins Ausland fahren möchten, sollten Ihr Auto all die notwendigen Unterlagen haben. Mehr Informationen zum Thema Autofahren in Österreich lesen Sie hier.

Informieren Sie sich gut über die Autos

Je größer Ihr Wissen über Fahrzeuge ist, desto leichter verstehen Sie auch, wenn Ihr Gegenüber lügt.

Denn häufige Sätze wie beispielsweise „Das Problem ist ganz typisch für einen VW“ sollten Sie natürlich überprüfen und nicht einfach so hinnehmen.

Im Zweifelsfall nehmen Sie jemanden mit.

Besichtigung des Autos und Probefahrt

Wenn Sie beim Händler sind, sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, um das Auto von allen Seiten gründlich zu überprüfen. Machen Sie dies nicht schnell nach der Arbeit, wenn es schon dunkel ist, sondern bei Tageslicht.

Daneben ist es auch wichtig, dass Sie eine Probefahrt machen. Denn nur so können Sie wirklich feststellen, ob mit dem Wagen alles in Ordnung ist. Testen Sie alle möglichen Funktionen: Sitze, Fenster, Blinker, Klimaanlage, Heizung usw. und schauen Sie, ob Kontrollleuchten aufleuchten.

Wenn Sie wegfahren, dann kontrollieren Sie auch, ob der Wagen eventuell Öl verliert.

Vergleiche machen

Schauen Sie sich unbedingt mehrere Autos an – eventuell sogar bei verschiedenen Händlern, damit Sie Preise und Angebote vergleichen können.

Alles zum Thema Gebrauchtwagen finden Sie hier: https://www.focus.de/auto/gebrauchtwagen/.

Fazit!

Damit Sie auch bald mit Ihrem neuen Traumauto in den Urlaub fahren können, sollten Sie vor dem Kauf einige Tipps beachten.

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Carmel Police hofft, Tausende von Dollar mit neuen Streifenwagen zu sparen.

CARMEL – Eine große Veränderung kommt bei der Karmel-Polizei.

In den nächsten Jahren wird die Stadt Hamilton County ihre Flotte von 130 benzingetriebenen Fahrzeugen schrittweise durch Ford Hybrid-Abfangjäger ersetzen.

Das sollte nach Ansicht der Stadt große Einsparungen an der Zapfsäule bedeuten.

Die Schätzung liegt bei etwa 3.000 Dollar pro Jahr und Auto. Oder etwa 400.000 Dollar pro Jahr, wenn die gesamte Flotte hybrid wird.

“Das ist ein kluger Schachzug auf vielen verschiedenen Ebenen”, sagte Carmel Bürgermeister Jim Brainard. “Die Tausende von Dollar, die wir den Steuerzahlern durch den Einsatz dieser neuen Technologie sparen, werden es unserer Polizei ermöglichen, in proaktivere Maßnahmen zu investieren, um unsere Kriminalitätsrate unter den niedrigsten der Nation zu halten.”

Polizeiautos verbringen viel Zeit im Leerlauf, aber laut Ford kann die elektrische Bordausrüstung des Hybridfahrzeugs mit der Lithium-Ionen-Hybridbatterie betrieben werden, so dass der Benzinmotor einen Großteil der Zeit abschalten kann.

Aber wie sieht es mit der Leistung aus?

“Die Beamten werden keinen Unterschied in der Leistung und Funktionalität der neuen Polizeifahrzeuge sehen, aber wir werden Kraftstoff sparen und die Kohlendioxidemissionen senken”, sagte Jim Barlow, Polizeichef von Carmel.

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Zunahme der Offiziere bedeutet, dass nicht genügend Streifenwagen für die APD zur Verfügung stehen.

In einem Wettlauf um die Einstellung weiterer Offiziere hat KRQE News 13 erfahren, dass die albuquerqueische Polizei nicht genügend Streifenwagen für alle hat.

Die Gewerkschaft sagte, wenn das Ziel darin besteht, mehr Polizeipräsenz auf den Straßen zu haben, muss die Stadt das Versprechen einhalten, das sie diesen Beamten gegeben hat, als sie der Akademie beigetreten sind.

Bürgermeister Tim Keller machte auf dem Wahlkampfpfad bekannt, dass es sein Ziel sei, die Zahl der Polizisten auf den Straßen zu erhöhen.

Das hat er getan.

“Wir haben zum ersten Mal eine positive Zahl als in einem Jahrzehnt”, sagte der Präsident der Police Union, Shaun Willoughby. “Der Bürgermeister verdient dafür ein Klaps auf die Schulter.”

Im Moment sitzt das APD bei fast 950 Offizieren.

“Wir müssen uns mit den damit verbundenen Realitäten befassen, wie z.B. der Ausbildung und Ausrüstung dieser Offiziere”, sagte APD-Sprecher Gilbert Gallegos.

Einer der Vorteile, die ihnen versprochen sind? Eine Take-Home-Einheit, die nach der vollständigen Ausstattung etwa 50.000 Dollar kostet. Aber es gibt ein Problem: Es gibt nicht genug Streifenwagen für diese Offiziere.

“Dies ist ein Symptom eines sehr, sehr erfolgreichen Programms, das nicht angemessen budgetiert oder geplant war”, sagte Willoughby.

Das Programm, auf das Willoughby sich bezieht, ist das Anreizprogramm. Es half bei der Rekrutierung neuer Offiziere und brachte andere Offiziere aus verschiedenen Abteilungen mit.

Die letzten beiden Akademieklassen produzierten 60 Offiziere, die jetzt in diesem Bereich ausgebildet werden: 27 Offiziere absolvierten die laterale Akademie, und die restlichen 33 waren Teil der 120. Albuquerque Police Academy.

Diese 60 Offiziere bilden sich jetzt in dem Bereich aus, der als “on the job training” bekannt ist. Das bedeutet, dass sie mit einem zertifizierten Field Training Officer (FTO) unterwegs sind, um eingehende Rekruten auszubilden.

“Wenn sie in der Ausbildung sind, brauchen sie jetzt kein eigenes Auto”, sagte Gallegos.

Wenn das Training jedoch morgen enden würde, hätten diese neuen Offiziere kein eigenes Auto.

“Wir brauchen sie nicht in Zwei-Mann-Fahrzeugen. Wir brauchen die größte Präsenz von Polizisten in den Straßen von Albuquerque”, sagte Willoughby.

APD sagte, dass es 35 neue Autos bestellte, von denen es hofft, dass sie hier sind, bis die neuen Offiziere bereit sind, im April alleine unterwegs zu sein. Aber im Moment bleiben immer noch 25 potenzielle Offiziere ohne Einheit.

“Wir können dieses Problem lösen. Stellt euch davor”, sagte Willoughby. “Wir haben bisher Gutes geleistet. Lasst uns das Problem lösen.”

“Es braucht Investitionen”, sagte Gallegos. “Ich denke, wir haben das bewiesen, und ich denke, jeder ist an Bord, um das zu erreichen.”

APD sagte, dass es plant, Zustandgesetzgeber um Kapital zu bitten, um zu helfen, diese Lücke, zusammen mit einer möglichen Zunahme seines Kapitalbudgets zu füllen.

Die KRQE News 13 fragten die Abteilung auch, ob sie in Betracht ziehen würde, den Anreiz für alle Beamten, den “Take-Home-Car” loszuwerden. Sie sagte gerade jetzt, dass ihr Fokus auf der Suche nach Mitteln für zusätzliche Einheiten liegt.

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Der “Blaubar” – Die Basisfur ne Menge SpaB

Wir hatten Anfang Dezember 2000 und langsam wurde es Zeit, das ich mich um ein geeignetes Basisfahrzeug für die geplante Herztransplantation, pardon, will sagen den geplanten Umbau eines GR Station Highroof (Hochdach) auf den jüngst erworbenen 4,2 Liter Diesel bemühte (wir erinnern uns an meine erste “graue Maus”). 

Dazu fehlte mir jedoch noch eben jener GR Station mit Hochdach als Basis. Auf dem deutschen Markt hat es das Auto nie gegeben, also hatte es auch gar keinen Sinn hier danach zu suchen. Aus diversen Prospekten wusste ich nun das es das Auto mit dem RD28T Turbodiesel z.B. in der Schweiz und in den Niederlanden gegeben hat. Also suchte ich gezielt in diesen Ländern, glücklicherweise gibt es dabei so hilfreiche Webseiten wie z.B. www.mobile.de oder www.autoscout24.de welche auch im Europäischen Ausland vertreten sind. Hier wurden also gleich Suchaufträge eingerichtet. Parallel dazu verfasste ich eine e-mail an die NISSAN Motor (Schweiz) AG mit der Frage ob diese Fahrzeuge mit Hochdach recht häufig verkauft wurden und ob es eine Chance gibt über einen Schweizer Nissan-Händler an ein solches Fahrzeug zu kommen. 


Entgegen meinen Erwartungen kam bereits am nächsten Tag eine Antwort des Product Managers 4×4/LCV der Nissan Motor Schweiz AG. Er erklärte mir, das diese Fahrzeuge in der Schweiz bis ca. 93/94 verkauft und zumeist an Handwerker oder Organisationen geliefert wurden. Diese in der Schweiz VAN genannte Karosserievariante hatte größtenteils eine Magerausstattung mit nur zwei Sitzplätzen, Venylteppich, manuellen Freilaufnaben usw. Also genau meine Kragenweite. Leider konnte mir der Product Manager aber bei meiner Suche auch nicht weiterhelfen, denn laut der Dispo von Nissan Schweiz sind diese Fahrzeuge seit ca. 1998 nicht mehr im “Umlauf” (was er damit wohl meinte?). Schade, aber dennoch sehr informativ!


Auch die Suchaufträge bei den beiden oben genannten großen Gebrauchtwagenmärkten im Internet versprachen keinen großen Erfolg. Zwar hatte ich tatsächlich ein Fahrzeug in der Schweiz ausfindig machen können, aber als ich dort anrief war das Auto bereits verkauft worden. Als ich schon fast aufgegeben hatte beschloß ich quasi als seidenen Faden noch eine Anfrage im Forum von Extrem-Motorsport , Sahara-Info und nicht zuletzt viermalvier zu platzieren, in der Hoffnung auf einen In- oder Ausländischen Leser der vielleicht eine Bezugsquelle für ein solches Auto wüsste.


Zwei Wochen lang tat sich gar nichts, dann plötzlich eine Reaktion im Extrem-Forum von einem Hagen B. Er schrieb von einem Bekannten der ein solches Auto hätte und sich mit dem Gedanken trage dieses evtl. zu verkaufen. Ich nahm Kontakt zu Hagen per Mail auf um näheres über das Auto zu erfahren. Er schickte mir eine kurze Beschreibung des Autos. Ganz nebenbei erwähnte er dann noch den Umstand, das sich der Besitzer derzeit beruflich in Dubai aufhält. 

Es sollte sich um einen Patrol GR Station mit Hochdach handeln, mit 4,2 Diesel-Motor !!!, Bj. 1993, 180.000 km, AHK, mechanische Seilwinde über Nebenantrieb, Rearheater (Heizung für die Hinterbänkler zwischen den Vordersitzen), Klimaanlage, Trittbrettern und Cassettenradio, TÜV/AU neu und auf 2810 kg zul. Gesamtgewicht aufgelastet sei er auch schon. Hagen wusste noch, das das Auto einen nicht unerheblichen Blechschaden beim Vorbesitzer erlitten hatte der aber in einer Mercedes Werkstatt „fachgerecht“ in Ordnung gebracht wurde. 

DAS wird mein neues Auto, ich war mir sicher! Ich könnte mir die ganze Umbauerei mit dem Motor sparen!

Ich bat Hagen doch Verbindung mit dem Besitzer des Patrols aufzunehmen und nach dessen Verkaufsabsichten zu befragen. Er versprach mir dies umgehend zu erledigen.


Bereits nach zwei Tagen, in denen ich zugegebenermaßen recht unruhig schlief, kam dann die Antwort von Hagen. Er hatte die „Freigabe“ des Patroleigners dessen Mailadresse an mich zu übermitteln damit ich direkt mit Ihm in Kontakt treten konnte. 

Gesagt, getan und noch am selben Abend verfasste ich die Mail an Herrn Thomas U. in der ich Ihn bat mir nochmals Informationen über sein Auto zukommen zu lassen. Zwei Wochen Ruhe, keine Antwort auf meine Mail, hmmmm aber lockerlassen? Nix da! Ich will „mein“ Auto!!! Also noch mal ne Mail an Hagen geschrieben mit der Bitte diese an Herrn U. weiterzuleiten. Hagen versprach dies sofort zu erledigen. Nach weiteren unendlichen 7 Tagen dann die erste Meldung von Herrn U. Yes! Der Kontakt steht! Nun geht’s ans Eingemachte. Herr U. beschrieb den Wagen nochmals in ein paar Sätzen, hierbei kam erfreulicherweise heraus, dass das Auto erst 120.000 km hinter sich hatte. Der weniger erfreuliche Teil war das doch nicht vorhandene Hochdach des Fahrzeuges, aber egal alles andere klang sehr gut. Er beschrieb noch mal die Technische Ausrüstung, hieraus resultierte die besondere Ausstattung des Motors betreffend. Er verfügte über eine doppelte Anzahl von Filtern für Öl, Luft und Kraftstoff, auch zwei Batterien waren schon eingebaut, dies alles für den Einsatz unter erschwerten Bedingungen bzw. für längere Wartungsintervalle. Herr U. gab den Verbrauch des Fahrzeuges mit Durchschnittlich 10 Litern auf 100km an, ehrlich gesagt konnte ich das zu diesem Zeitpunkt nicht glauben, aber ich sollte später eines besseren belehrt werden.

Der Patrol wurde 1995 von Herrn U. erworben und 1996 von Ihm persönlich von Usbekistan hier nach Deutschland gebracht (über 10.000km) und bekam mit allen Gutachten und Sondergenehmigungen die Deutsche Zulassung incl. der so begehrten Auflastung auf 2810kg. 

Der Fall war ziemlich eindeutig, lediglich zum Unfallschaden hatte ich noch ein paar Fragen weshalb ich Herrn U. nochmals per Mail kontaktierte.

In den ersten Februartagen kam dann die Antwort auf meine „Unfallfragen“. Es war lediglich die Karosserie in Mitleidenschaft gezogen worden, dies jedoch relativ heftig, sodass auch Teile des Daches und die A- und B-Säulen teilweise repariert werden mussten. Dieser Unfall war dann wohl auch noch bei dem damaligen Erstbesitzer, der Deutschen Botschaft in Taschkent, passiert und in einer Mercedes Werkstatt dort repariert worden. Somit hatte ich alle Infos die ich brauchte und es ging nun lediglich noch darum einen Besichtigungstermin festzumachen.

Genau hier lag das Problem! Herr U. musste sich in Dubai ersteinmal frei machen können, also hieß es für mich wieder mal warten (kenn ich ja schon, hrmpffff).


Die Zeit war lang, aber am 02.05.2001 kam endlich das ersehnte Fax von Herrn U. Er befände sich auf dem Weg nach Deutschland und wenn ich Lust hätte könnte ich am kommenden Wochenende zur Besichtigung des Autos kommen. Was ne Frage, natürlich wollte ich, je früher desto besser. Am nächsten Tag telefonierten wir kurz und verabredeten einen Besichtigungstermin am Samstag. Herr U. schob noch kurz eine Wegbeschreibung durchs Fax und der Drops war gelutscht.


Samstag 05.05.2001: Lokaltermin bei Herrn U. Zusammen mit Dirk den ich vorher früh morgens schon abgeholt hatte, fuhr ich sichtlich aufgeregt Richtung Wiesbaden. Unser VW Jetta musste ganz schön leiden unterwegs, aber lassen wir das… Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel. Es wurden nicht allzuviele Worte vorab gemacht, wir schritten gleich zur Tat, will sagen zum Objekt der Begierde. Da stand er nun vor mir „mein“ Patrol! Ich schlich bestimmt zehnmal ums Auto rum (der Anblick muss göttlich gewesen sein). Ich fand keinen Grund dieses Auto nicht haben zu wollen. Die anschließende Probefahrt gab mir dann den Rest. Es wird immer viel erzählt von dem angeblich so riesigen Unterschied zwischen dem 2,8er Turbo und dem 4,2er aber da ich nun beide gefahren habe kann ich wohl behaupten, dass nur derjenige wirklich darüber Urteilen kann der diesen Unterschied „erfahren“ hat. Und man möge es jetzt glauben oder nicht, dieser Unterschied sind Welten! Aber ich schweife ab, also zurück zur Geschichte…

Wir waren uns sehr schnell Handelseinig und konnten so noch einen netten Plausch dranhängen der uns die Zeit fast vergessen gemacht hätte. Bei der Verabschiedung wurde noch beschlossen dass man auf jeden Fall in Kontakt bleibt, was auch bis heute wirklich der Fall ist.

Die anschließende Heimfahrt von ca. 600km waren für mich die reine Wonne (kein Wunder, ich saß ja auch in meinem neuen Auto!). Dirk allerdings hatte nicht soviel Spaß im Jetta, na ja, irgendwas ist ja immer…

Nachdem der Patrol nun schon eine ganze Weile sonor sein Liedchen trällerte, wollte ich nun auch wissen wie schnell das gute Stück denn nun wirklich ist (ich glaube da kommt jeder bei nem neuen Auto mal hin, oder?). Herr U. hatte zwar was von 180km/h erwähnt, aber in anbetracht der Tatsache das dies Werte sind die einem Toyota HDJ80 vorbehalten bleiben konnte ich dies für einen Saugdiesel nicht wirklich als realistisch ansehen. Ich sollte eines besseren belehrt werden, der Patrol lief tatsächlich laut Tachoanzeige 182km/h !!! Wahnsinn! Dirk im Jetta hatte ich schon hinter mir gelassen und auch die Insassen der Fahrzeuge welche ich derweil überholte machten teilweise einen recht überraschten Eindruck. Unsicher gefühlt habe ich mich bei dieser Geschwindigkeit nicht, aber ich gebe zu, dass dies nicht wirklich Geschwindigkeitsbereiche sind welche einem Geländewagen gut zu Gesicht stehen (rein subjektive und persönliche Meinung!) und in denen ich mich wohl fühle.


Gegen Abend kamen wir dann zuhause an. Den Neuerwerb erst einmal repräsentativ vor der Garage abgestellt und Frauchen geholt zur Begutachtung. Na, was soll ich sagen, Sie war nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hingerissen aber wenigstens hat Sie auch nicht gemeckert (na, und wenn schon, hihi).

Am darauffolgenden Tag wurde der Wagen dann endlich umgemeldet (die Kennzeichen hatte ich ja schon 4 Wochen vorher per Internet bei der Zulassungsstelle reserviert), und damit war nun endlich alles in bester Ordnung und ich war zufrieden.


Ja, das ist nun das Ende der Geschichte meines neuen Patrols… oder sollte ich lieber sagen: Der Anfang einer Never Ending Story…???

Da isser nun endlich, mein neuer (gebrauchter) Patrol! Ein markantes Profil…   …mit vorstehender Unterlippe  ;o))  
Zur Einstimmung vielleicht einfach mal ein paar Daten:
– Baudatum Juli 1993 (da erblickte er das Licht der Welt in seinem Ursprungsland Japan)
– Kilometerstand 129.787
– 2. Hand
– Hubraum 4169ccm
– Motorleistung 85kW / 115PS bei 4000 U/min
– Drehmoment 264Nm bei 2000 U/min
– 5-Gang Schaltgetriebe
– Austattungsvariante DX was soviel heißt wie Deluxe. Wer sich hier jedoch schwelgenden Luxus drunter vorstellt hat weit gefehlt. Der einzige Luxus den es an Bord gibt ist die Klimaanlage, die Fondheizung und ne Servolenkung (wir wissen ja nun schon das es auch Patrols ohne gibt, gell?!). Ansonsten fehlen alle Goodies die der deutsche Patrolkäufer quasi mit in die Wiege gelegt bekommt:
– keine ZV
– keine elektrischen Fensterheber
– keine elektrisch einstellbaren und beheizbaren Spiegel (die fehlen mir aber schon irgendwie)
– keine Colorverglasung
– kein Teppich (nur Venylbelag)
– keine Stoffsitze sondern Kunstleder (man kann das kalt sein am A…, ähm sorry, Hinterteil)
– manuelle Freilaufnaben (Gott sei Dank!)
– nicht mal ne Differentialsperre oder wenigstens ein Limited Slip Diff hat dieses Auto
Aber wollen wir meckern? Nein wollen wir natürlich nicht. Ich bin ja froh und glücklich das ich ihn habe, meinen Blaubären, und Luxus is sowieso nix für mich. Was nich da ist kann auch nich kaputt gehen!

Sieht doch aus wie ein ganz normaler Patrol GR, oder? Naja, isser ja eigentlich auch…

Auch ein schöner Rücken kann entzücken, oder? 
Der erfahrene Patrolist erkennt aber natürlich sofort das es hier Abweichungen zum deutschen Modell des Patrol gibt. Erkannt? Genau, die 3-Kammer-Leuchten welche nur außerhalb Deutschlands zum Einsatz kamen. Warum? Die rückwärtigen Leuchteinheiten müssen aus einem bestimmten Winkel noch zu erkennen sein. Dies wäre bei der rechten Rückleuchte durch das montierte Reserverad aber nicht gegeben, somit ist bei den Deutschen Modellen der Blinker (ab Modelljahr 1992) und die Rückleuchte selbst im Stoßfänger integriert.

Gut das man nen Balkon hat, dann kann man auch mal ne “Draufsicht” knipsen.  ;o))

Der Motor, das Herzstück eines jeden Automobils und im Falle dieses Patrols eine echte Rarität in deutschen Landen. Rar ist diese Motorisierung übrigens wirklich nur im europäischen Raum. Außerhalb Europas wie z.B. in Australien oder im Ursprungsland Japan ist diese Maschine nahezu Standard.
Hier seht ihr einen dieser Sagenumwobenen 4,2 Liter Saugdiesel mit der Motorenbezeichnung TD42. Nun glauben ja einige das “TD” stünde für Turbodiesel was ja aber in diesem Fall nicht zum Saugdiesel passen würde. Kenner wissen  jedoch das TD für eine ganz bestimmte Baureihe von Dieselmotoren steht. Die Ziffer hinter der Baureihe gibt den Hubraum in Litern an, natürlich durch 10 geteilt.  ;o)   Das sich die Motorenbaureihe TD auch noch mit meinen Initialen deckt halte ich persönlich allerdings für Zufall…
…oder war es doch Bestimmung??? Wer weiß…

Für die Technikfreaks unter den Lesern noch ein paar Details zum TD42:
Sechszylinder in Reihe, seitlich liegende Nockenwelle, Bohrung/Hub 96 x 96 mm, Verdichtung 22,7:1,  Hubraum 4169 cm³, Wirbelkammer-Einspritzung (Reiheneinspritzpumpe), Leistung 85 kw/115 PS bei 4000 U/min, Drehmoment 264 Nm bei 2000 U/min.

Hier das Prachtstück nochmal aus einer anderen Perspektive. 
Erwähnenswert sind einige technische Leckerbissen dieses TD42. So verfügt er, wie alle TD42 Motoren serienmäßig, über zwei Ölfilter wovon einer im Haupt- und der zweite im Nebenstrom eingebunden ist. Auch die Reinigung der Ansaugluft wird generell von zwei Filtern übernommen wie man auf diesem Bild sehen kann: Unten links befindet sich der Zyklonfilter, angebracht an der Kotflügelinnenseite und auf dem Motor selbst liegt dann der normale Luftfilterkasten. Bei einigen Fahrzeugen mit TD42 ist anstatt des Zyklon aber auch ein Grobfilter mit Papierelement verbaut worden.
Zu einem besonderen “Schlechtwegepaket” welches von Nissan Optional für bestimmte Länder und Regionen angeboten wurde zählen folgende Features:
– Reiheneinspritzpumpe (gleiche Bauart wie im SD33 aus dem Patrol Typ 160)
– Doppelbatteriesystem
– Zwei Kraftstoffilter
– Kraftstoffvorwärmung
und (das hat aber nix mit dem Motor zu tun) Schläuche in den Reifen.

Hier ist nun, noch “verpackt” ein besonderer Leckerbissen meines Patrols zu sehen (Naja, zumindest technisch ein Leckerbissen, optisch isses eher ne 6): Eine Seilwinde. Nunja, das is ja nu eigentlich auch nix soooo besonderes, Geländewagen mit Seilwinde gibt´s ja einige. Diese hier jedoch ist mechanisch angetrieben, über einen Nebenabtrieb am Getriebe (aha!)! Von dort aus führt eine kleine Kardanwelle nach vorne zur Winde selbst. Als Sicherheitsmaßnahme sind in die Welle an den Gelenken zwei Scherstifte integriert welche bei Überlast abscheren um Schaden an der Winde selbst zu vermeiden. Ich habe bis jetzt zwei solcher Scherstifte auf dem Gewissen, ich verbuche diese unter Anfängerfehler beim Umgang mit mechanischen Winden. Bedient wird die Winde über einen “Schalthebel” welcher rechts neben dem Getriebeschalthebel auf dem Getriebetunnel im innern des Fahrzeuges angebracht ist. Nen Freilauf hat die Winde natürlich auch und damit man sich als Patrolfahrer da nicht großartig umorientieren muss besteht dieser aus einer (fast) gewöhnlichen Freilaufnabe.
Das schöne an dieser Winde ist (im Gegensatz zu den mechanischen von Toyota zum Beispiel) das ich die Räder mitdrehen lassen kann wenn die Winde zieht. Die Winde ist unabhängig vom Schaltgetriebe und ihre Geschwindigkeit wird ausschließlich durch das Gaspedal bestimmt, somit kann ich die Räder ohne Probleme durch zusätzliches einlegen eines Ganges zur Unterstützung der Winde mitdrehen lassen.
Diese Winde eignet sich übrigens hervorragend dafür auf dem Außenring im Fahrgelände in Peckfitz festgefahrene, vollbeladene 130er Defender aus dem “Schlam(m)assel” zu ziehen, gell Thomas?  ;o))

Wie ich weiter oben ja schon schrieb kam der Patrol im Juli 1993 in Japan zu Welt. Grund seines Daseins war die Deutsche Botschaft in Taschkent (Usbekistan). Diese hatte den Patrol nämlich für einen Mitarbeiter aus dem Sicherheitsbereich bestellt.
Als Botschaftsfahrzeug wurde der Gute natürlich sehr gut gehegt und gepflegt, dennoch passierte es eines Tages in Winterlicher Landschaft das der Fahrer den Patrol nicht unter Kontrolle halten konnte und dieser somit einen Ausflug in die Botanik unternahm. Hierbei wurde die Karosserie des Blaubären einer doch recht heftigen Kaltverformung unterzogen. Das ganze wurde aber natürlich in einer Mercedes “Fachwerkstatt” behoben. Hier wurde dann leider auch die Originale Lackierung (Farbcode 2L6 der wiederum aus TH1 (blau) oben und KJ1 (silber) unten bestand) im unteren Bereich einfach gegen die blaue Farbe ersetzt. Naja, zumindest ist er bis heute dicht, das schafft so mancher Landy im Neuzustand nicht!  ;o))

1995 erwarb dann Thomas U. (ja, das ist der von dem ich das Auto gekauft habe) den Patrol. Zu dieser Zeit war er von seinem Arbeitgeber aus in Taschkent stationiert. Er hat das Auto dann noch 3 Jahre dort gefahren bevor ihn wiederum sein Arbeitgeber nach Dubai abkommandierte. Die Entscheidung für den Verbleib des Patrols fiel dann auch sehr schnell und Thomas zögerte nicht lang und fuhr den Patrol (auf eigener Achse) die 11.000km von Tashkent nach Deutschland zu seinem Heimatwohnsitz. Dort verdiente er jedoch eher die Bezeichnung Stehzeug denn Fahrzeug. Thomas war ja nur alle 6 Monate für ein paar Wochen zuhause und in dieser Zeit genoß er dann auch noch den Luxus eines Firmenwagens. 

Eigentlich hatte Thomas garnicht vor den Wagen zu verkaufen, genau wie ich verbindet er eher ideelle als fianzielle Werte mit einem solchen Objekt. Irgendwann gelangte Thomas dann aber doch zu der Überzeugung das der Patrol durchs rumstehen nicht besser wird und so entschloß er sich dann doch mir den Wagen zu veräußern. So schließt sich nunendlich wieder dieser Kreis des Lebens…

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Graue Mause – Kassenmodell mit besonderem Reiz

An dieser Stelle möchte ich euch meine kleine Sammlung der grauen Mäuse vorstellen. Insgesamt haben sich (nacheinander) derer 2 in meinem Besitz befunden. Alle Fahrzeuge dieser Gattung hatten den gleichen Ursprung, sie stammten aus dem Fuhrpark eines großen Stromversorgers (VEAG) der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.
Die Legende erzählt, dass diese Fahrzeuge in einer Stückzahl von 50 Einheiten eine “Zugabe” zu einem riesigen Braunkohlebagger waren und zunächst als Schichtzubringer oder Mannschaftswagen im Tagebau eingesetzt wurden. Später wurden einige dieser Patrol dann auch für Wartungsarbeiten des Versorgungsnetzes herangezogen.
Dabei sind diese Fahrzeuge direkt von Nissan Japan in die DDR geliefert worden ohne das ein offizieller Importeur oder gar Händler je davon Wind gekriegt hätte. Selbst Nissan Deutschland wusste eine ganze lange Zeit nichts von der Existenz dieser Exoten.
Leider besitze ich von diesen Autos heute kein einziges mehr aber ich gebe die Hoffnung nicht auf das das Schicksal mir eines Tages nochmal zu einem solchen Gefährt verhilft (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt).

In meinem näheren Umfeld haben sich temporär noch weitere 6 dieser grauen Mäuse getummelt die dann mit der Zeit leider zum Teil ins Ausland verkauft wurden. Andere dienten als Organspender  und wieder andere befinden sich heute in der Privatsammlung des Herrn Ronald P. Lieben GR-uß an dieser Stelle, hüte sie wie deinen Augapfel!
Insgesamt dürften heute noch ca. 8-10 dieser Fahrzeuge existieren.

Den Anfang dieses kleinen Reigens soll jetzt aber mein erster 4,2 Liter Diesel GR machen den ich je in Händen hatte. Es handelte sich dabei um einen der allerersten GR Weltweit, denn das Baujahr war mit September 1987(!!!) angegeben. Nun wissen wir als Kenner das der Patrol GR in Deutschland ja erst im zweiten Halbjahr des Jahres 1988 erschien, doch wurden bereits im Jahre 1987 13974 Fahrzeuge des Patrol GR Typ Y60 produziert. Im August 1987 entstanden im Werk Nichide einige Vorserienmodelle, im November 1987 startete dann die eigentliche Serienproduktion des Y60. 

Über das Forum von www.viermalvier.de machte mich ein Forumskollege (hier nochmal vielen Dank an Rafael) auf einen kurzen Patrol mit einem 4,2 Liter Saugdiesel-Motor aufmerksam. Ohne lange zu zögern bin ich dann zusammen mit Dirk und Nico aus dem hohen Norden in den tiefen Süden nach Regensburg gefahren um das Auto in die Heimat zu holen. Der Patrol war nach seinem wohl relativ kurzen Einsatz bei der VEAG in den Besitz eines GaLaBau Betriebes übergegangen, was man diesem Auto recht deutlich ansah.

Hier ein Bild von der ersten “Gegenüberstellung”:

Die Heimfahrt mit diesem Vehikel war wie ein Ritt auf der Kanonenkugel da das Fahrwerk in einem wirklich lausigen Zustand war. Es gab nicht eine Gummibuchse die nicht ausgeschlagen war (aber Spaß gemacht hats trotzdem!)! Nico der in seinem Subaru hinter uns fuhr hat sich die ganze Rückfahrt über halb kaputt gelacht da der Patrol ab 110km/h mit dem Heck gewackelt hat wie ne nervöse Ente.

Dieses Auto war also mein allererster Livekontakt zu einem dieser Sagenumwobenen 4,2er Diesel Patrols von denen ich bisher zwar immer mal wieder gehört, aber noch nie einen zu Gesicht bekommen hatte. Ist er nicht einfach Wunderschön? ;o))

Aus dieser Perspektive sieht er doch ganz brauchbar aus, oder? Naja, Ok, ist auch seine Schokoladenseite, der Rest sah anders aus, wie im folgenden zu sehen…

Auf diesem Bild sieht man doch mehr als deutlich das der Grubeneinsatz deutliche Spuren am Fahrwerk und hier vor allem an den Federn hinterlassen hat.

Naja, ich gebe zu den einen oder anderen Schönheitsfehler mehr hatte der Wagen schon. Dellen und Beulen an fast jeder Ecke, nen schlecht Instand gesetzten Blechschaden hinten rechts, der Kotflügel vorne rechts war kaum mehr vorhanden und die Karosserieaufnahmen sahen auch nicht wirklich Vertrauenserweckend aus. Aaaaaaber die Technik, die Technik war Topfit und das war das wichtige. Das das Blechkleid drum herum auch nochmal zum Einsatz kommen sollte war zu dem Zeitpunkt ja garnicht geplant aber es bestätigt sich halt immer wieder: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Als Bereifung kam bei all diesen Autos die Größe 7,50R16 zum Einsatz, montiert auf Bleischweren 5,5×16 Sprengringfelgen. Es wurden natürlich Schläuche in den Reifen verwendet, was bei Sprengringfelgen ja auch kaum anders machbar ist.

Der Arbeitsplatz des Fahrers. Überflüssig zu erwähnen das die Ummantelung des Lenkrades sich im oberen Bereich lustig munter um die eigene Achse drehen ließ, oder? Diese Krankheit dürfte fast jedem Patrolisten, egal welcher Baureihe bekannt sein.
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten aber dieses Braun der Innenausstattung? Ich weiß ja nich…  🙁

Ob man es glaubt oder nicht, diese Dinger sind wirklich als 8-Sitzer zugelassen! Auf einer solchen Bank sollen also 3 Tagebau-Leutchen gesessen haben und zur Schicht gebracht worden sein. Allein bei dem Gedanken tut mir schon alles weh! Gurte gibt es für die längs zur Fahrtrichtung sitzenden Fahrgäste auch nicht, diese wären erst ab einem Modell des Baujahres 1993 aufwärts Pflicht gwesen. Probleme mit der Kopffreiheit gibt es übrigens bis zu einer Körpergröße von 1,90m keine, da das serienmäßige Hochdach (keine Spezialanfertigung) die Innenhöhe um sage und schreibe 17cm vergrößert. 
Nur um mal eine Vorstellung davon zu bekommen: Als Fahrer bzw. Beifahrer kannst Du den Kopf in den Nacken legen mit ner 1,5 Liter Cola-Flasche am Hals! Versuch das mal in nem Patrol ohne Hochdach… 

Für den Fahrer und Beifahrer ist genügend Platz vorhanden, die Jungs da vorne können sich so richtig breit machen auf Ihren luxuriösen Kunstledersesseln.  ;o))

Ja, und so sieht dann die “Billigvariante” des TD42 Saugdiesel aus. Auch hier zwei Ölfilter (je einer für Haupt- und Nebenstrom) und den vorgeschalteten, innen liegenden Zyklon. Hier gibts aber nur eine Batterie und auch nur einen Kraftstofffilter.

Wie man hier sehr schön sieht ist auch bei diesen Modellen eine Reiheneinspritzpumpe verbaut (Bosch Kiki) was eine Umrüstung auf Pflanzenölbetrieb deutlich erleichtern würde.


Nun hatte ich also endlich selbst eines dieser seltenen Gefährte in meinen Besitz bringen können. 
Die Ausstattungsliste des Fahrzeuges liest sich wie ein nagelneues Vokabelheft: Es is nix drin!
– 4,2 Liter Saugdiesel (TD42, 85kW/115PS, 264Nm)
– 4-Gang Schaltgetriebe (Bezeichnung FN4R50A)
– 8 Sitze (hinten 2 Längssitzbänke, wie auf den Bildern deutlich zu sehen)
– keine Servolenkung (Muckibude Ade!)
– Trommelbremsen hinten (aber wenigstens n Limited Slip Diff in der Hinterachse)
– keine Freilaufnaben
– Hochdach
– Kunstledersitze und Venylbodenbelag (wenigstens war welcher drin!)
Das man Luxusgüter wie eFh, ZV oder ne Heckscheibenheizung und dergleichen vergeblich sucht, brauch ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?
Also ein richtiges “Kassenmodell”. Aber eben mit einem absoluten Sahnemotor mit originalen 132.000 km auf dem Tacho, also grad erst eingefahren.
Dienen sollte dieses Auto eigentlich nur als Teileträger. Der ursprüngliche Plan war eigentlich den kompletten Antriebstrang in einen langen GR mit Hochdach und möglichst mit Motorschaden zu verpflanzen. Auf der Suche nach einem solchen Basisfahrzeug fand ich aber dann glücklicherweise meinen heutigen 93er GR Station den ich euch unter: Der “Blaubär” auf dieser Homepage gern vorstellen möchte. Somit war das Umbauprojekt quasi von Heute auf Morgen gestorben und ich veräußerte den kurzen Hochdach GR zunächst an Dirk der ihn wiederum wenig später an meinen Kumpel Ralf abgab. Dieser zauberte mit der Zeit ein richtiges Schmuckstück daraus, doch dazu mehr unter: Die “gelbe Macht“.

Ich schrieb ja schon das obiger Patrol zwar der erste, aber nicht der letzte Vertreter der grauen Mäuse in meinem Besitz sein sollte:

Da meine Frau ja auch mobil sein muss hatte ich für wenig Geld zwischenzeitlich mal einen 92er Skoda Favorit (nicht lachen!) von unserem Nachbarn erworben der eigentlich auch seinen Dienst tat aber natürlich nicht wirklich Standesgemäß für einen Patrolisten war (hörthört). Als dieser Skoda sein Leben schon fast ausgehaucht hatte kam quasi der “rettende” Anruf von Freund Ronny (GR-uß nach Berlin) mit der Meldung das er mir doch seinen kurzen 1989er Hochdach GR zum Kauf anbieten wolle. Na da kann ich doch nicht Nein sagen, oder? Nee, kann ich natürlich nicht, und so hatte meine Frau also Gelegenheit sich (quasi als Vorbereitung für die spätere Übernahme der “gelben Macht”, (wußte damals natürlich noch keiner von uns) schonmal mit diesem Servolenkungslosen Fahrzeug einzustimmen. 
Dieses Auto entstammte ebenfalls aus den Beständen der VEAG und hatte genauso wie die spätere “gelbe Macht” die Ausstattungsvariante Nullinger!

Dieses Bild entstand auf der Abholtour des Patrol auf dem Rückweg von Berlin in die Heimat. Wir waren extra mit Dirk seiner grauen Maus nach Berlin gefahren da wir es für ganz witzig hielten mal nen Miniconvoi dieser Fahrzeuggattung zu starten. Die Gelegenheit für ein solches Foto wird sich vermutlich so schnell nicht wieder bieten, leider.

Dieses Foto entstand direkt nach der Ankunft daheim. Der Sohnemann posiert ganz stolz vor Mamas erstem eigenem Patrol. Danach sind die beiden erstmal zu ner ausgiebigen Probefahrt gestartet (keine Angst, meine Frau ist gefahren ;o)).

Ich habs mir natürlich auch nicht nehmen lassen gleich mal den “Fuhrpark” gemeinsam abzulichten.  ;o))

Ronny hatte ja bereits manuelle Freilaufnaben an dem guten Stück nachgerüstet, so begnügte ich mich damit etwas größere Rückspiegel, eine Mittelkonsole und andere Räder zu montieren: 33×9,5-15 BFG MT auf 7,25×15 CW-Felgen. Damit sah er gut aus und fuhr ohne Servolenkung trotzdem recht manierlich (fand ich, meine Frau war da geringfügig anderer Meinung).

Das Tor mach auf, die Tür mach weit! Mit hochgeklappten Rücksitzbänken schafft man ne ganze Menge Laderaum!

Hier sieht man nun schon das die Innenausstattung doch um einiges besser erhalten war als beim Erstbesitz, dem 87er.

Und auch bei diesem Auto noch ein Bild vom Motor! Ich kann einfach nicht genug von diesem Maschinchen kriegen…  *lechtz*

Der allgemeine Zustand von Ronnys grauer Maus war dank auch der Pflege seines Vorbesitzers schon um Welten besser als der meines ersten Vertreters dieser Zunft. Dennoch gab es einige Ecken und Kanten die bei genauerer Betrachtung der Nacharbeit bedurften wie die nun folgenden Bilder eindrucksvoll beweisen:

Eher untypisch das der Kotflügel an diesen Stellen gammelt aber wer weiß wie ihm im ersten Leben geschah…

Der Schweller, eine der typischen Rostnester eines jeden Patrol.

Auch unter den Fenstergummis kann schon mal was braunes hervorkriechen und ich meine damit nicht irgendwelches Getier…

Durch die Tatsache das im hinteren Radlauf zwei Bleche übereinander liegen welche nicht ausreichend der Rostvorsorge unterworfen wurden tummelt sich hier die braune Pest mit Vorliebe wie auf den beiden oberen Bildern zu sehen. 

Die oberen 4 Bilder zeigen generelle typische Rostnester des Patrol GR. Sollte sich also jemand für nen gebrauchte interessieren, ruhig mal die Arbeit machen und den Teppich im Fußraum vorne und die Kofferraumverkleidung hinten abnehmen! 

Unschön aber man kann zur Not damit leben. Solche Kleinigkeiten fallen einem erst durch Zufall auf. Interessant nur mit welcher Gelassenheit man sowas hinnimmt wenn es sich um ein “Arbeitstier” (im wahrsten Sinne des Wortes) handelt…

Eine sehr unkonventionelle Art ein Loch zu “stopfen”. Einfach mal n Stück Tape drüber und alles wird gut, naja, oder auch nich. Wär vielleicht doch besser gewesen den Antennenfuß drin zu lassen.

Jaja, der Scheibenrahmen. Eine der “Sollbruchstellen” des Patrol, zumindest wenn er Schiebefenster hat. Dies war einer der Gründe weswegen ich beim Blaubären diese Schiebescheiben gegen feste mit einfachem Gummi getauscht habe. Nie wieder vergammelte Scheibenrahmen! Sowas gibts übrigens auch für den kurzen GR – beim freundlichen Nissan-Dealer  ;o))

Irgendwann bot sich die Gelegenheit die “gelbe Macht” von Ralf zu übernehmen und da ich leider kein Geld sch…, äh sorry, drucken kann musste ich einen neuen Besitzer für diesen 89er GR finden. Ich gab ihn also letztendlich in die guten Hände einiger Dänischer Patrol-Kollegen welche wir vor ein paar Jahren bei der Pomerania, einer Offroad-Trophy in Polen, bereits kennen gelernt hatten. Die Wege des Herrn sind eben doch unergründlich…

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Red Beauty – Ein Showfahreug mit Charme

Da stand er nun, mein erster Patrol. Baujahr 1991, 2,8 Liter Turbodiesel (RD28T) mit 85kW/115PS und 235Nm Drehmoment. Ich war stolz wie Oskar auf meinen neuen Boliden. Sowas hatte in meinem näheren Bekanntenkreis bis jetzt keiner. So bin ich ihn, von Hause aus ausgerüstet mit nem Frontschutzbügel von SOR (Scheren-Offroad) und ner ganzen Lampenbatterie vor dem Kühler auch ein paar Wochen gefahren. Mit der Zeit jedoch, wenn man sich näher mit dem Thema Geländewagen beschäftigt und auch mal andere Fahrzeuge dieser Gattung anschaut, wächst die Sehnsucht nach Individualität. Das machte natürlich auch vor mir nicht Halt. Als ich mir dann die ersten Kataloge und Zubehörprospekte besorgt hatte war´s längst um mich und meinen Patrol geschehen…
Er und ich ahnten damals noch nicht mal ansatzweise wo das noch hinführen sollte…

Über den Bekannten meines Bruders wurden die ersten Zurüstteile geordert. Ganz oben auf der Wunschliste standen natürlich (wie sollte es anders sein) größere Räder.

Dieses Foto zeigt schon die Ausbaustufe 1 meines “Red Beauty”: Zum Frontschutzbügel gesellte sich nun noch ein Unterfahrschutz. Die Fahrzeugseite zierten nun Trittbretter die diesen Namen auch verdienten. Am Heck kam der Patroltypische Lampenschutz zum Einsatz (der, der sich im Geländeeinsatz so gern in die Karosse drückt). Die Serienmäßig verbauten 7×15 Stahlfelgen mit 31×10,5-15 Bereifung mussten 9×15 Alufelgen weichen auf die Yokohama SD05 in 31×11,5-15 aufgezogen waren. Die Serienspiegel wurden gegen große Spiegel getauscht was ja relativ leicht zu bewerkstelligen wäre, da die Spiegel ja wie beim Patrol Typ 160 auch nur auf die Tür geschraubt sind, wenn diese verflixten Schrauben denn wenigstens losgingen und man die Kreuzschlitzschrauben nicht runddrehen würde! *grrr*, sowas gibt nen dicken Hals! Naja geschafft hab ichs dann ja doch irgendwie, wenn ich dazu quasi auch die gesamte Tür zerlegen musste *hrmpf*.
Ne Sonnenblende musste natürlich auch sein, diese kam vom Autohof Scheuber. 

Naja, und dann war da noch, hmmm, is mir schon fast peinlich, naja dieses ääähh, Deflecta Shield vor der Motorhaube, in Knallerot. Aus heutiger Sicht würde ich sagen war das ne stilistische 6! Ich nehme es einfach mal als Jugendsünde, OK?  ;o))

Ja, damals hab ich dann noch gedacht: “Wow, ich hab ein Monster geschaffen!” Doch weit gefehlt, das sollte erst der Anfang einer fast endlosen Modifikationsliste an Red Beauty sein…

Es kam natürlich wie es kommen musste, man hat sich irgendwann satt gesehen und kommt quasi von ganz allein und unweigerlich zu der Erkenntnis: Da geht noch was!
Somit wurde Ausbaustufe 2 ins Leben gerufen die die wohl tiefgreifensten Änderungen im Leben von Red Beauty bedeuten sollten, zumindest was die Äußerlichkeiten betraf. Das Ziel dieser Ausbaustufe sollten größere Räder sein was in Zahlen ausgedrückt 33×12,5-15 auf den oben schon erwähnten 9×15 Alufelgen bedeutete.

Zunächst mal war das Fahrwerk an der Reihe, der Patrol GR ist in Serie ja eher ein “Tiefflieger”, das ziemt sich für nen richtigen Geländewagen natürlich garnicht! Also flux geschaut was der Markt so hergibt, war leider nicht viel und mangels Erfahrung (und damals auch noch mangels Internet) wurde ein Trailmaster-Fahrwerk erworben. Dieses sollte 60mm Höherlegung bringen und bestand aus 4 Federn, 4 Dämpfern (Invader N7 Gasdruck), einem Lenkungsdämpfer, einem Distanzstück zur Absenkung des hinteren Panhardstabes und einer Getriebeabsenkung was nichts weiter als zwei 10mm hohe Metallplatten waren welche zwischen Rahmen und Getriebeträger montiert wurden. Dazu gabs noch ein TÜV-Gutachten zur problemlosen Eintragung.
Zunächst war ich auch recht zufrieden mit dem neuen Fahrwerk, es brachte die versprochene Höherlegung von 60mm und veränderte das Fahrverhalten des Patrols nicht deutlich ins negative. Nach ca. einem Jahr aber hatte sich das Fahrwerk bereits um 30mm gesetzt was demzufolge eine Nettohöherlegung von nur noch ebenfalls 30mm bedeutete. Zwei weitere Jahre später waren es leider nur noch 20mm und das obwohl das Auto niemals wirklich Offroad bewegt wurde! Äußerungen anderer Trailmaster-Fahrwerkseigner  mit gleichen Problemen bestätigten meine diesbezüglichen Erfahrungen. Dies ist auch der Grund dafür das ich persönlich Trailmaster-Fahrwerken bis heute eher skeptisch gegenüber stehe. Inzwischen soll die Qualität zwar deutlich zugenommen haben da die Komponenten dafür wohl in Deutschland bzw. Europa gefertigt werden aber dazu kann ich persönlich keine Aussagen tätigen da ich dies noch nicht ausprobiert habe.

Als zweiter Schritt zum Thema Hoch, Höher, am Höchsten war nun noch ein Bodylift in Planung. Da es aus dem Fahrwerk zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr herauszuholen gab war der Bodylift die einzige Möglichkeit zusätzliche Höhe zu gewinnen. Ich wußte zwar schon damals das es für die 33er Reifen eigentlich garkeinen Bodylift gebraucht hätte, die hätten auch nur mit dem Fahrwerk ins Radhaus gepasst, aber ich wollte mal wieder meeeeehr.
Da der Markt natürlich keinen fertigen Bodylift-Kit von der Stange hergab war Einzelanfertigung angesagt. Über einen Kumpel wurden also 12 Bodylift-Blöcke aus Aluminium in 70mm Durchmesser und 100mm Lange geordert. So´n 10cm Bodylift war zu damaligen Zeiten, der Umbau startete Anfang 1996, noch ne echte Ansage. Nun wird sich der geneigte Patrolist sicher fragen warum zum Teufel der Bengel denn 12 Blöcke geordert hat wo die Karosse doch nur an 10 Punken mit dem Rahmen verschraubt ist (der kurze GR übrigens an 8 Punkten, nur der Vollständigkeit halber an dieser Stelle erwähnt)??? Nun, das ist natürlich grundsätzlich erstmal korrekt, aber: Im Bereich des Kofferaumes liegt die Karosse ebenfalls noch an zwei Punkten auf einem Querrohr des Rahmens auf, nur eben nicht verschraubt. Hier haben die schlauen Japanischen Autobauer mitgedacht und durch diese Tatsache dafür gesorgt das sich das Blech im Kofferraum bei dessen schwerer Beladung nicht durchbiegen kann.
Zur Verschraubung der Liftklötze wurden Schrauben der Güte 8.8 mit selbstsichernden Muttern verwendet was dem Herrn TÜV-Prüfer im Nachhinein sehr genehm war.
Der Einbau des Lifts selbst gestaltete sich als nicht sooo schwierig jedoch gab es natürlich bei der Höhe des Liftes doch noch einige andere Komponenten die geändert bzw. angepasst werden mussten. Im einzelnen sind dies:
– Verlängerung des Tankstutzens (hier kam ein einfaches PE-Rohr zum Einsatz da ja lediglich Diesel durchfließen sollte)
– Anpassung der Lenksäule (hierfür verwendeten wir zunächst eine dickere Kunststoffscheibe mit eingepressten Metallhülsen anstatt der Hardyscheibe was sich jedoch nicht als der Weisheit letzter Schluß herausstellte da der Kunststoff zu wenig Bewegung zuließ. So wurde einfach eine zweite Hardyscheibe zusätzlich zur ersten statt der Kunststoffscheibe verbaut. Das funktioniert bis zum heutigen Tage auch beim jetzigen Besitzer von Red Beauty absolut Problemlos)
– Diverse Leitungen mussten verlängert werden
– Abdeckungen des Spaltes zwischen Rahmen und Karosse in den Radhäusern (hier kam Treckerreifenschlauch zum Einsatz den wir zurecht schnitten und in den Radhäusern verschraubt haben)
– Modifikation der Luftleitkanals für den Lüfter (da hat Nissan scheinbar von Haus aus schon an die Bastelfraktion gedacht! Im unteren Teil des Luftleitkanals läßt sich ein geklipptes Teil dessen einfach entfernen was eine völlige Freigängigkeit des Lüfters ermöglicht. Heute würde ich allerdings bei einem derartigen Umbau den Schritt zur Umrüstung auf Elektrolüfter gehen, denn die Kühlleistung hat durch den Lift doch schon erheblich abgenommen)
– Die Stoßstangen vorn und hinten mußten natürlich auch noch in der Höhe angepasst werden was angesichts der Tatsache das soweiso neue Stoßstangen zum Einsatz kommen sollten kein größeres Problem darstellte. Zu den Stoßstangen selbst aber später mehr.
– Der Unterfahrschutz bedurfte natürlich auch noch einer Modifikation da er ja am Rahmen verschraubt war und oben an der Stoßstange.

Durch diese Umbaumaßnahmen waren nun (zu dieser Zeit) alle Möglichkeiten der Höherlegung ausgeschöpft und reichlich Platz für die neuen Reifen geschaffen. Da die serienmäßigen Kotflügelverbreiterungen jedoch nicht mehr in der Lage waren die in der Breite nochmal deutlich gewachsenen Reifen abzudecken mußten hier auch noch neue her. Das war dann auch die Gelegenheit sich endlich von einer weiteren Schwachstelle der Patrol GR zu trennen: Den Schmutzfängern! Ich weiß ja nicht was Japans Ingenieure bei Nissan damals geritten hat aber sowas von Fehlkonstruiert ist mir selten untergekommen. Da gießen die Jungs unbehandelte Metallstreifen einfach ins Gummi mit ein und hoffen das dieses das einbgegossene Metall auch nach Jahren noch schützt! Tststs, so´n Mumpitz! Ich hab bis heute noch keinen Patrol GR älter als 6 Jahre gesehen bei dem die Halterungen nicht an- oder gar weggeammelt waren. Nunja, zurück zu den Verbreiterungen: Ich suchte welche die an die Originaloptik angelehnt waren, da gab es nur wenig Auswahl um nicht zu sagen nur einen Anbieter: Delta 4×4. Wer Delta kennt der kennt auch die Preise, aua sag ich da nur. Aber wer schön sein will muss leiden, also nahm ich den Kaktus aus der Tasche und bezahlte. Das Ergebnis entschädigte dafür, oder?

Sieht doch schon recht stimmig aus, gell? Auf jeden Fall passt die Höhe nun auch zum Gesamterscheinungsbild eines Patrol GR!

Weiter oben erwähnte ich ja bereits die Stoßstangen. Das diese nicht so bleiben konnten wie sie waren war angesichts des neuen Erscheinungsbildes meines Autos ja wohl klar, oder? Na eben! So suchte ich auch wieder in Prospekten nach Inspiration und fand dort die eine oder andere Anregung, jedoch nichts was mich so wirklich überzeugen konnte.
Zum Schluß stand fest das auch hier wieder Einzelanfertigung das Zauberwort war. So wurden sowohl die vordere wie auch die hintere Stoßstange aus Edelstahlrohr mit 90mm Durchmesser und 2mm Wandung gefertigt. Vorne kam auf die Doppelrohrstoßstange dann auch noch ein A-Bügel aus selbigem Material zu Einsatz. Die Halterungen der Stoßstangen wurden den geänderten Gegebenheiten durch den Bodylift natürlich gleich angepasst. Der Unterfahrschutz wurde in diesem Zuge einfach seines obersten Querrohres entledigt und kurzerhand mit der neuen Stoßstange verschweißt, schnell, einfach und unheimlich stabil! So solls sein. Zum Abschluß wurden die oberen Abdeckungen noch aus 5 auf 3mm Aluriffel gefertigt um die Sache optisch ansprechender und vor allem auch “begehbar” zu machen. 
Wer jetzt gut aufgepasst hat und sich mit dem Patrol GR der Modellreihe Y60 ein wenig auskennt wird sich vermutlich fragen wie ich denn die hintere Stoßstange einfach gegen eine solche aus zwei 90mm Rohren ersetzen konnte? Die Serienstoßstange hat doch Rückleuchten drin?! Dieses Geheimnis lüfte ich etwas weiter unten, also bitte noch ein wenig Geduld. ;o)
Bei der Gelegenheit des Stoßstangenbaus bekam der Kühlergrill auch gleich noch ne neue Farbe. Ich fands damals Todschick  ;o))

Als nächstes war die Beleuchtung an der Reihe. Durch den Bodylift und die damit verbundene “Absenkung” des Viscolüfters hatte die Effizienz der Motorkühlung ja schon deutlich abgenommen. Es war also klar das die Lampenbatterie auf garkeinen Fall wieder vor dem Kühler platziert werden durfte. Da ich aber auf die Zusatzbeleuchtung auch nicht verzichten wollte kam nur eine Lösung der Problematik in Betracht: Ein Lampenbügel aufs Dach! Danny hatte grad einen über und so kam es das dieser nach “harten Verhandlungen” den Besitzer wechselte. Die serienmäßigen Zusatzscheinwerfer waren schon vor dem Kühler montiert nicht der Bringer also mußten diese weichen und ich entschied mich gleich für die ganz große (im wahrsten Sinne des Wortes) Keule: Hella Luminator Metall mit integriertem Standlicht (Coooool!!!). Is Abends in der Dämmerung schon ne ziemliche Show gewesen. Heute gehört sowas ja schon fast zum Standard. 
Die Kabelführung würde ich heute allerdings anders realisieren, denn:
– Der Leitungsquerschnitt war mit 2,5mm² für 4 mit 55W Birnen bestückten Leuchten zu klein
– Die Kabeldurchführung duch das Türgummi auf der Beifahrerseite war keine Dauerlösung
Heute hab ich das anders gelöst, aber das könnt ihr dann später unter “Blaubärs” Evolutionnachlesen.

Zu den Kleinigkeiten dieser zweiten Umbauphase zählten dann schon eher der Austausch des Knalleroten Deflectashields vorne gegen ein solches, der Karosserieform angepasstes von EGR welches zusammen mit einem “Dustshield” von selbigem Hersteller den Weg an meinen Patrol fand. Beide Teile wurden wiederum von Delta 4×4 bezogen. Zusätzlich bekam Red Beauty eine LED-Bremsleuchte aufs Dach “gezimmert”, versteckt hinter dem Dustshield.
Da sich die Spiegel bei einer Geschwindigkeit jenseits der 110km/h immer wieder anklappen wollten wurden kurzerhand Querstreben dafür angefertigt welche dem entgegen wirkten, das funktionierte perfekt.Hier machte sich wieder einmal mehr bemerkbar, dass man doch ggf. auf Markenzurüstteile statt Günstigkram zurück greifen sollte. Naja, in diesem Fall gings ja auch so.

Die Frontansicht macht es schon recht deutlich: Ich bin ne imposante Erscheinung! (Das Auto, nich dessen Besitzer im Hintergrund)  ;o))

Zu erwähnen wäre noch das eine Tachoangleichung für die 33er Reifen noch nicht von Nöten war da der Tacho bei einer durchgeführten Überprüfung dessen mit den 33ern genau stimmte. Wie die Erfahrung im Laufe der Zeit zeigte läßt sich dies auf alle anderen Patrol bzw. teilweise auch auf andere Geländewagen aus dem Hause Nissan projezieren. Da haben die Konstruktuere wohl schon vorausgedacht, was?  ;o))
Gefahren hat sich der Patrol mit den 33ern noch recht vernünftig obgleich man natürlich schon merkte das er ein wenig seiner “Spritzigkeit” eingebüßt hatte aber das hielt sich alles noch in vertretbarem Rahmen.

Nachdem ich mit den Äußerlichkeiten nun zunächst zufrieden war beschloß ich wenig später mich in Ausbaustufe 3 um den Innenraum zu kümmern, das Ambiente sollte ja schließlich auch nicht zu kurz kommen.
Zunächst stand ein kleineres Lenkrad auf der Wunschliste. Da damals diese Airbrush-Lenkräder absolut Hip waren musste sowas natürlich auch her. Passend zur Außenfarbe bitte in rot. Als Motiv hatte ich mir nen Wasserfall ausgesucht…   …NEIN, das würde ich heute nicht nochmal machen!  ;o))  Passend zum 36er Raid (Nabe war übrigens die M312 für Fahrzeuge bis Bj. 91, Fahrzeuge ab Bj. 92 benötigen die M313 da die Verzahnung der Lenkstange geändert wurde) orderte ich dann noch zwei Schaltmanschetten im gleichen Farbton und die kompatiblen Schaltknäufe im angesagten Carbonlook. Wenig später dann kam auch noch eine Manschette für den Handbremsgriff hinzu.
Mit den Schaltknäufen war nun der Grundstein für die Carbonfolie im gesamten Innenraum gelegt. Sowas gabs damals in passenden Sätzen und beinhaltete wie man auf den Bildern schon sehen kann Teile fürs Armaturenbrett, die Armlehnen an den Türen (auch hinten) und die Mittelkonsole. Wichtig, wenn solche Teile verarbeitet bzw. verklebt werden ist die Außentemperatur. Das ganze sollte nicht unter 20 Grad stattfinden da die Teile dann einfach wieder abfallen. Ob ich sowas aus heutiger Sicht nochmal “einbauen” würde? Naja, wohl eher nicht, sagen wir mal mein Geschmack hat sich diesbezüglich “etwas” gewandelt.

Ton in Ton, Schön is dat schon. Naja, oder auch nich, je nachdem wie man das sieht.  ;o))

Die Technik sollte ja aber auch nicht zu kurz kommen und so erwarb ich zunächst noch 3 VDO Zusatzinstrumente: Außentemperturanzeige (der Fühler wurde hinter der Stoßstange montiert das hat sich sehr bewährt), Amperemeter (hab ich nie angeschlossen, ich weiß bis heute nich wieso eigentlich nicht) und als wichtigstes Kontrollinstrument die Öltemperaturanzeige dessen Fühler auch gleichzeitig als neuer Ölmessstab diente. 

Warum ein Ölthermometer? Nun, dazu muss ich an dieser Stelle ein wenig weiter ausholen:
Wie der geschulte Patrolist weiß stammt der RD28T Motor, der sich im Patrol GR Typ Y60 befindet, eigentlich aus der Nissan Limousine Laurel (hier als Saugdiesel verbaut). Für den Einsatz im Patrol wurde dem Motor “einfach” ein Turbolader verpasst und man meinte nun ein passendes Antriebsaggregat für den über 2 Tonnen schweren Geländewagen gefunden zu haben. Das dem nicht unbedingt so war sollte die Zeit ja noch zeigen. Warum kam dieser Motor überhaupt zum Einsatz? In anderen Ländern gab es doch auch den eigentlich viel besser geeigneten TD42, einen 4,2 Liter Saugdiesel?! Dies hat mal wieder (schon zu damaliger Zeit) mit den Abgaswerten und deutscher Bürokratie zu tun, dies aber an dieser Stelle nur am Rande.
So, wo war ich? Ach ja, der RD28T und seine hausgemachten Thermikprobleme. Also, nachdem man bei Nissan also meinte einen perfekten Motor für den Europäischen Markt gefunden zu haben debütierte der Patrol GR 1988 in unseren Landen. Lange Zeit wurde er auch zunächst gefeiert als das Maß der Dinge (neben Toyota natürlich). Mit der Zeit jedoch häuften sich die Fälle in denen die Zylinderkopfdichtung ihren Dienst versagte und in vielen Fällen auch der Zylinderkopf in Mitleidenschaft gezogen wurde (Risse im Kopf, meist zwischen 5. und 6. Zylinder, Kopf war krumm). Man stellte also fest das dieses Turboaufgeladene PKW-Motörchen den Gegebenheiten eines 2-Tonners, der Reisegeschwindigkeiten von 160km/h zulässt und obendrein auch noch bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen darf, vor allem in diesen Fällen nicht wirklich gewachsen war. Zudem ließ leider so mancher Patrolfahrer die nötige Sorgfalt bei der Wartung seines Lieblings vermissen. Aber grade solche Sachen wie Ölwechsel alle 5000 km sind für einen thermisch stark belasteten Turbomotor von höchster Wichtigkeit. Fazit: Mangelnde Wartung, hohe Geschwindigkeiten über längere Zeiträume und das Ziehen von schweren Anhängern waren (und sind teilweise heute noch) die häufigsten Ursachen für Kopfschäden am RD28T.
Im Jahre 1992 hat Nissan dann reagiert und dem Patrol im Zuge des Facelifts (elektr. Außenspiegel, Blinker hinten in Stoßstange, anderes Lenkrad, etc.) einen Ölkühler serienmäßig mit auf den Weg gegeben, zudem wurden die Kühlwasserkanäle im Kopf von 31 auf 33mm vergrößert. Dies half auch schon ein ganzes Stück weiter sodass die Anzahl der Kopfschäden deutlich abnahm, ganz behoben wurden die thermischen Probleme bis zur Einführung des RD28ETi mit elektronisch geregelter Einspritzpumpe und Ladeluftkühler im Patrol GR Typ Y61 jedoch nicht.

Soweit dazu, doch nun zurück zu Red Beauty: Da es sich bei meinem Patrol ja um ein Baujahr 1991 handelte (also ohne Ölkühler und vergrößerte Kühlwasserkanäle) und ich zudem (wir erinnern uns) ja durch den Bodylift den Wirkungsgrad des Viscolüfters zusätzlich gesenkt hatte war es mehr als ratsam eben dieses Ölthermometer als Kontrollorgan einzusetzen um ggf. in brenzligen Situationen reagieren zu können (Fuß vom Gas, einfach aber wirkungsvoll)!

Wenn man sich für wichtig hält braucht man natürlich auch ein Autotelefon, is ja klar, oder? War aber natürlich n gebrauchtes, von wegen der Kohlen.  ;o))  Der Koffer selbst war hinten im Kofferraum montiert (wie der Name schon sagt), vorne hing nur der Hörer. Das Gerät war ein AEG D-Netz Gerät, genaueres weiß ich schon garnicht mehr von dem Ding.

Ein CB-Funkgerät war natürlich auch Pflicht, von wegen der Kommunikationsmöglichkeiten auf Bundesdeutschen Autobahnen und dem wirklich aktuellen “Verkehrsfunk” auf Kanal 9 AM. Der Einbauort war vielleicht nicht ganz so glücklich gewählt aber mir mangelte es damals noch an einer Overheadkonsole unter dem Dach.

Für die musikalische Beschallung wählte ich ein (ebenfalls gebrauchtes) Kenwood Radio mit 10-fach CD Wechsler. Letzterer fand ebenfalls im Kofferraum unter einer speziellen “Abdeckung” seinen finalen Einbauort. Die (eigentlich nicht schlechten) Serienlautsprecher in den vorderen Seiten- und in den Hecktüren wurden gegen solche von Phillips getauscht. Unter der Rückbank fand dann noch ein 30er Subwoofer, ebenfalls von Phillips seinen Platz. “Angetrieben” wurde das ganze von zwei Verstärkern deren Leistung ich leider nicht mehr auf´m Schirm hab.

Bitte fragt mich jetzt nicht was mich dazu bewogen hat diesen komischen Gummigeier da auf den Instrumenten zu platzieren, ich weiß es nicht! Ich war Jung und.. ähm…, ach was weiß ich!
Auf die Schalthebelkonsole unterhalb der Mittelkonsole war ich damals aber besonders Stolz, stammte sie doch von einem Patrol GR “Special Edition”. Das war ein Sondermodell welches lediglich 1993-1994 in Deutschland angeboten wurde und über eine Veloursinnenausstattung mit speziellen Komfortsitzen, 8×16 Alufelgen mit 265/70-16 Breitreifen, einer speziellen Wärmeschutzverglasung und eine Kunststoffbeplankung an der Seite verfügte. 

Inzwischen hatte Red Beauty schon ne ganze Menge Geld “inhaliert” und man macht sich natürlich fast zwangsläufig seine Gedanken darüber wie man wohl einen Teil dessen wieder reinholen könnte. Zudem hatte ich auch noch keine Universallösung für mein Übernachtungsproblem auf Treffen gefunden und so kam ich als bald auf die Idee Red Beauty in ein Wohnmobil zu verwandeln. Das dies kein leichtes Unterfangen werden würde war mir von vornherein klar. So beschloß ich zunächst Kontakt zum TÜV aufzunehmen um dort zu erfragen welche Voraussetzungen denn für eine Verkehrsrechtliche Anerkennung meines Patrol als Wohnmobil erfüllt werden müssten. Zu damaliger Zeit waren dies garnicht so viele:
– Schlafgelegenheit im Fahrzeug
– Stauraum in Form von Schränken
– Kochgelegenheit, wobei diese nicht fest installiert sein musste
– Tisch
Insgesamt sollte das Fahrzeug den Eindruck erwecken das man darin wohnen könnte wenn auch mit minimalstem Komfort.
Bewaffnet mit diesen Informationen ging ich in die Nachbarschaft wo glücklicherweise ein Bekannter meiner Eltern eine Hobbymäßige Tischlerwerkstatt hatte. Ich sprach die Sachlage kurz mit ihm durch und er willigte ein mir mit Rat und noch vielmehr mit Tat zur Seite zu stehen. 
Der Plan sah in groben Zügen beschrieben so aus, dass auf jeden Fall die hintere Sitzbank erhalten bleiben sollte. Somit musste eine Lösung her welche mit umgeklappter Rückenlehne funktionierte. Damit ich hierfür eine ebene Fläche als Liegefläche erhalte war eine leichte Erhöhung des Kofferraumbodens von Nöten. Die Schränke sollten lediglich bis zur Unterkante der hinteren Seitenscheiben reichen und bei dieser sich bietenden Gelegenheit den Koffer des Autotelefones und den CD-Wechsler “unsichtbar” werden lassen. Zudem sollten sie nicht viel breiter als die Radkästen werden um diese zwar zu verdecken, nicht jedoch zuviel Laderaum zu kosten.
So fertigten wir zunächst Pappschablonen für die Schränke selbst und die Laderaumerhöhung zwischen den Schränken an wonach dann die Maße der Bauteile abgenommen werden konnten. Der Tischlermeister zauberte dann aus speziell für den Möbelbau in Wohnmobilen vorgesehenen Platten (ich hab leider die genaue Bezeichnung der Platten vergessen) eben diese Schränke und die Laderaumerhöhung. Als Profi in seinem Handwerk natürlich mit Umleimer und perfekt eingepassten Türen und allem was dazu gehört. Als Zusatzschmankerl gabs dann noch einen kleinen klappbaren Tisch für die große Hecktür.
Nachdem die Möbel eingebaut waren musste ich mir langsam mal Gedanken um die Ausstattung des Schlafplatzes machen. Ich wählte 60mm hohe Schaumstoffstücke die ich passend zurecht schneiden ließ und für die eine benachbarte Schneiderin passende Bezüge anfertigte. Danach gings ab zum TÜV zwecks Änderung der Fahrzeugart und da ich ja alles vorher mit denen besprochen hatte war auch dies absolut kein Problem!
Der Lohn dieser Mühen war ein deutlich verminderter KFZ-Steuersatz (durch die Auflastung auf 2810kg zGG im Zuge der Eintragung) und die deutlich geringere Versicherungsprämie welche sich nahezu halbierte. Der Patrol an sich rangiert ja bis heute auf den oberen Rängen in den Haftpflichtklassen aber damals war er in Klasse 25 zu finden und da war auch Ende der Liste, teurer gings nicht!

Hier nun das fertige Ergebnis in “Schlafposition”. In die Kofferraumbodenerhöhung war ein “Schmuggelfach” integriert in dem z.B. der separate Spirituskocher und allerlei Kleinzeug sein Plätzchen fand.
By the way: Da sind ja garkeine Rückleuchten in der Stoßstange???  ;o))

Die Liegefläche: 2 Meter lang und an der schmalsten Stelle 98cm breit. Damals hat das für mich und meine Frau noch ausgereicht, aber heute…  ;o))
Die “Matratzen” waren in 3 Teile aufgeteilt um sie bei nicht gebrauch vernünftig verstauen zu können bzw. um sie leichter aus dem Fahrzeug zu entfernen.
Diesem gesamten Ausbau trauere ich bis heute noch nach!

In diesem “Zustand” gewann Red Beauty dann auch seinen ersten Pokal bei der Nissan Off Road Erlebnistour 1996 als der schönste Nissan an diesem Wochende. *mächtigstolzgewesenbin*
Dies war aber nicht sein einziger Pokal wie sich ein Jahr später noch herausstellen sollte.

Wenn man sich die oberen Bilder anschaut stellt man fest das da Reifengrößentechnisch eigentlich noch was gehen müsste, oder? Naja, zumindest stellte ich das für mich irgendwann fest. Somit war der Grundgedanke für Ausbaustufe 4 gelegt. Als ich mich finanziell wieder etwas erholt hatte beschloß ich also mal zu schauen was es da noch so gäbe. Meine Wahl fiel auf 35×12,5-15 BF Goodrich Bereifung, natürlich als Mud Terrain wegen der besseren Optik. Im Zuge dessen sollten auch gleich noch neue Felgen her. Ich entschied mich für Excentric Chromfelgen in 10×15 mit einer Einpresstiefe von -44mm, also “ganzweitraus”. Ne Zitterpartie war es schon, wußte ich doch bis zuletzt nicht ob diese Rad-/Reifenkombination auch wirklich ausreichend Platz in den Radhäusern hatte. 
Als die Reifen endlich da waren fuhr ich sofort nach Excentric um sie dort montieren zu lassen, die für diese Felgen benötigten Distanzscheiben von 5mm Stärke hatte ich mir bereits zuvor besorgt. 
Hierzu gleich ne wichtige Info: Diese Distanzscheiben werden grundsätzlich bei den meisten Felgenumrüstungen benötigt. Hintergrund ist die Tatsache das bei fast allen Nachrüstfelgen das Mittelloch um 2mm zu klein ist. Die Felge passt zwar über die Nabe, aber am Ende dessen, direkt am Achsschenkel wo die Felge anliegen sollte befindet sich eine 1mm starke Erhöhung über die diese Felgen nicht drüber gehen. Würde man die Felgen trotzdem ohne Distanzscheiben montieren, so würde die Felge nicht am Achsschenkel anliegen und unweigerlich dazu führen das mit der Zeit (neben unrundem Lauf der Räder) die Radbolzen abreißen würden. Fälle in denen das passiert ist gibt es genug. 
Nach der Montage war klar: Die Räder passen! Es war lediglich noch ein wenig “Feintuning” an den Kotflügelverbreiterungen nötig aber das verbuchen wir mal unter ferner liefen.
Dies sollte dann wohl der erste Patrol GR im Norddeutschen Raum sein welcher mit dem Segen des TÜV auf 35er Rädern dahinrollt.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ne Rakete war der GR mit den 35ern nicht mehr. Für den Einsatz als Zugfahrzeug (ne Anhängerkupplung hatte er bis zu seinem Verkauf nie gesehen), für höhere Geschwindigkeiten oder gar für den Geländeeinsatz wäre auf jeden Fall eine Änderung der serienmäßigen Achsübersetzung von 4,625:1 auf mindestens 4,875:1 fällig gewesen.
Für den TÜV war dann jetzt auch ne Tachoangleichung nötig welche aber mittels eines anderen Ritzels im Tachoantrieb realisiert wurde und somit nicht weiter aufwändig war.

Ansatzweise zu erkennen sind hier auch die neuen, manuellen Freilaufnaben (schon fast ein Fetisch von mir) die ich mir damals noch von Peter Schröder (SAS) besorgte da eine meiner Seriennaben (wie so viele andere auch wenn sie nicht regelmäßig genutzt werden) das zeitliche gesegnet hatte. Diese waren von dem, mir bis dahin unbekannten, Hersteller ORA. Funktioniert haben sie bis zuletzt perfekt und weitaus günstiger als die Seriennaben waren sie auch. Sie kosteten als Paar (!!!) nur ein drittel dessen was eine (!!!) Seriennabe neu gekostet hätte!

Den Dekorsatz auf der Flanke bitte ich wohlwollend zu ignorieren, das war damals ein…ähm, wie soll ich sagen…, Versehen?! *vorschamganzrotwerd*
 

Der Lampenbügel wich mit der Zeit dann auch einem ausgewachsenen Dachgepäckträger von SOR den ich ebenfalls wieder gebraucht erstand. Da diese Teile alle Kunststoffbeschichtet sind, sich diese mit den Jahren durch Risse und Abplatzungen und dadurch unterwanderenden Rost ablöst, war mal ne Generalsanierung des Trägers fällig. Zunächst versuchten wir den Kunststoffkram abzubrennen was aber irgendwie nicht der Weisheit letzter Schluß war. Letztendlich hab ich doch tief in die Tasche gegriffen und den Träger Sandstrahlen lassen. Bevor er jedoch neuerlich beschichtet wurde bekam er Halterungen für zwei weitere Aluriffelblechplatten (eine hatte er ja schon serienmäßig im vorderen Bereich) und einen Lampenbügel angeschweißt. Die Leuchten sollten ja schließlich wieder zum Einsatz kommen! Dann wurde der Träger Pulverbeschichtet und war somit bereit für den aufbau. 
Unter uns: Er macht zwar nen sehr stabilen Eindruck aber die Erfahrung hat gezeigt das sich dieser Träger auf Fernreisen nicht bewährt, da sind die Füße abgerissen und haben das ganze Dach beschädigt. Für solche Zwecke also besser was stabileres besorgen, gell?! Für den gelegentlichen Einsatz auf unseren Straßen ist der Träger aber bestens geeignet und auch als Aussichtsplattform hat er mir damals schon gute Dienste geleistet.

Die zweite CB-Funkantenne welche auf diesem Bild zu erkennen ist hatte keine wirkliche Funktion und diente nur der besseren Optik wegen als Dummy.
Leider nicht zu sehen auf diesem Bild ist der neu gestaltete Auspuff. Das geschulte Patrolistenauge erkennt es lediglich daran das hinten kein Röhrchen zu sehen ist.  ;o))
Das liegt daran das der gesamte Auspuff ab dem Flexrohr weichen musste. Hier wurde ein Glasspack vom Typ “Purple Hornie” verbaut. Purple war hierbei wörtlich zu nehmen, das Ding war wirklich Lila! Wie sich das gehört haben wir das Glasspack (auch Brülltüte, Cherrybomb, Durchgangsdämpfer etc. genannt) natürlich schraubbar mittels Flanschen gestaltet denn an TÜV für das Teil, wo es doch einfach nur nen Ausgang mitten unter dem Wagen nach unten hatte, war natürlich nicht zu denken. Demzufolge musste es natürlich gegen die Originalanlage austauschbar sein.
Der Klang war ne absolute 1+. Nicht viel lauter aber dermaßen Dumpf das man glaubte der Hubraum dieses Autos läge knapp am zweistelligen Bereich. Es war ein echter Ohrenschmaus!

Hier sehen wir dann jetzt des Rätsels Lösung bezüglich der Stoßstange ohne integrierte Rückleuchten: Die Sagenumwobene 3-Kammer-Leuchte! Ob mans glaubt oder nicht aber diese Teile kann man ganz normal bei nem fähigen Nissan Dealer bestellen der auch mal über den Tellerrand des Landes hinweg schaut und in der Lage ist auch die Ersatzteil-CD´s aus anderen Ländern zu besorgen. Die meisten haben dazu natürlich einfach keine Lust und behaupten dann das es sowas garnicht gibt. Diesbezüglich hab ich mit meinem Ersatzteilberater (zu dem ich heute ein freundschaftliches Verhältnis über die Fahrzeuge hinaus pflege) nen absoluten Volltreffer gelandet!
Doch weiter im Text: Diese 3-Kammer-Leuchte macht die Rückleuchten in der Stoßstange dahingehend überflüssig, als das sowohl Blinker, Rücklicht, Bremslicht und sogar Rückfahrscheinwerfer in einem Gehäuse vereint sind. Lediglich die Nebelschlußleuchte fehlt. Diese muss ggf. an anderer Stelle nachgerüstet werden.
Die Montage war denkbar einfach denn die Leuchte wird einfach gegen die serienmäßig in der Karosse befindliche Rückleuchte ausgetauscht. Lediglich die “Elektrifizierung” der Leuchte bedarf da etwas Gehirnschmalz und ner Prüflampe da die Kabel fürs Rücklicht und die Bremse (und ab Modelljar 1992 wärens ja auch noch die Blinker) ja außen ankommen und zur Stoßstange führen während sich diese ja nun in der Karosse befinden. Hier hilft aber ein serienmäßig vorhandener Gummipfropfen an der Stelle um die Kabel flux von außen nach innen in die Karosse zu verfrachten. Noch n bisschen Lötzinn und Schrumpfschlauch dazu geholt und alles wird gut!
Nun fragt man sich natürlich zwangsläufig warum diese Rückleuchten nicht gleich serienmäßig eingebaut wurden? Die Antwort auf diese Frage findet Ihr unter: Der “Blaubär”

Na, habt ihr euch auch grade gefragt warum euch das Heck irgendwie anders vorkommt? Also mal abgesehen von der Stoßstange und den Rückleuchten?!
Na klar, die Hecktür! Da sollte doch eigentlich ein Reserverad sein! Ja, sollte, ist aber nicht (mehr). Damals war ich noch der Meinung das ein 35er Reifen da nicht dran passen könnte und nur so proforma nen kleineren Reifen an die Hecktür nageln wollt ich dann auch nich. Also hab ich das Serienrad und den Halter abgeschraubt. Was man dann sah fand ich zu damaliger Zeit aber nicht grad nen optischen Leckerbissen: Die Reserveradmulde! “Nenene, dat geht so nich, die muss wech!” sprach er und machte sich auf zu seinem Haus und Hof-Lackierer und Karosseriefachmann. Ich bat ihn die Reserveradmulde unsichtbar zu machen und er versprach dies auch zu tun, zu einem vorher bestimmten Preis (hätte er das man nicht gesagt). Die serienmäßige Spritzdüse die wie eine Pfeilspitze aus der Tür hervorlugte wurde im Zuge dieser Schönheits-OP auch gleich mal durch ne schöne flache aus dem Patrol Typ 160 ersetzt. 
Eine Woche später konnte ich die Tür mitsamt dem Wagen dran dann wieder in Empfang nehmen und ich muss sagen das Ergebnis hat mich schon sehr überzeugt, was meint Ihr? Lediglich der Karosseriebauer schimpfte wie ein Rohrspatz denn das der Job dermaßen viel Arbeit und vor allem Zeit kosten würde hatte er nicht mit einkalkuliert. Er gab mir dann noch mit auf den Heimweg das er einen solchen Job kein zweites mal mehr machen wollen würde, warum nur?  ;o))
Ach ja, falls ihr mal ein Klappern im Fahrzeuginneren eures Patrol GR vernehmt von dem Ihr partout nicht wißt wo es herkommt, dann schaut mal nach ob der Wasserschlauch nicht vielleicht aus seinem Plastikclip in der Hecktür “geflutscht” ist, ich sag euch sowas kann einen vogelig machen…

Brrrrhua, ick will dir fressen!  ;o))

Im Jahre 1997 begab es sich dann zum zweiten male das Red Beauty im Zuge der diesjährigen Nissan Off Road Erlebnistour an der dort ausgetragenen Schönheitskonkurrenz teilnahm. In Ermangelung hübscherer Fahrzeuge sackte der Patrol auch hier wieder einen Pokal als schönstes Fahrzeug der Kategorie Nissan ein und dem Besitzer schwoll vor Stolz wieder mal die Brust! Man nur gut das es da um die Autos ging und nicht um die Besitzer dessen, der hätte nämlich nich mal n Blumentopf mit nach Hause gebracht!

Zum Abschluß noch ein paar, wie ich finde sehr schöne Bilder von Red Beauty in freier Wildbahn.

Tja, das waren die letzten Bilder von Red Beauty als sich dieser noch in meinem Besitz befand. Ich frage mich heute noch was mich damals wohl geritten hat als ich irgendwann beschloß unbedingt einen amerikanischen Pickup besitzen zu müssen. Um diesen zu finanzieren musste Red Beauty natürlich verkauft werden und so trennte ich mich zwar schweren Herzens aber voller Freude auf den amerikanischen Blechhaufen von meinem Liebling. Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellen sollte denn ich kaufte mit dem 83er GMC K3500 Crew Cab Dually eine echte Zitrone an der ich viel viel Geld verlor. Wer aber nicht hören will (und Dirk hat mich mehr als einmal davor gewarnt!) der muss fühlen, und das geht am besten und nachhaltigsten über die Breiftasche! Ich denke jetzt noch voller Reue an diese Zeit zurück…

Jedoch sollten sich die Wege von Red Beauty und mir doch noch einmal kreuzen…

…denn über einen Umweg erwarb Hergen, ein guter Bekannter, Red Beauty wieder und hält ihn seither in Ehren. Der Besitzer zwischen mir und Hergen hatte es allerdings tatsächlich geschafft die Kopfdichtung innerhalb von nur 2000 km zu töten. Jaja, die mangelnde Wartung…

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