patrol-welt

Red Beauty – Ein Showfahreug mit Charme

Da stand er nun, mein erster Patrol. Baujahr 1991, 2,8 Liter Turbodiesel (RD28T) mit 85kW/115PS und 235Nm Drehmoment. Ich war stolz wie Oskar auf meinen neuen Boliden. Sowas hatte in meinem näheren Bekanntenkreis bis jetzt keiner. So bin ich ihn, von Hause aus ausgerüstet mit nem Frontschutzbügel von SOR (Scheren-Offroad) und ner ganzen Lampenbatterie vor dem Kühler auch ein paar Wochen gefahren. Mit der Zeit jedoch, wenn man sich näher mit dem Thema Geländewagen beschäftigt und auch mal andere Fahrzeuge dieser Gattung anschaut, wächst die Sehnsucht nach Individualität. Das machte natürlich auch vor mir nicht Halt. Als ich mir dann die ersten Kataloge und Zubehörprospekte besorgt hatte war´s längst um mich und meinen Patrol geschehen…
Er und ich ahnten damals noch nicht mal ansatzweise wo das noch hinführen sollte…

Über den Bekannten meines Bruders wurden die ersten Zurüstteile geordert. Ganz oben auf der Wunschliste standen natürlich (wie sollte es anders sein) größere Räder.

Dieses Foto zeigt schon die Ausbaustufe 1 meines “Red Beauty”: Zum Frontschutzbügel gesellte sich nun noch ein Unterfahrschutz. Die Fahrzeugseite zierten nun Trittbretter die diesen Namen auch verdienten. Am Heck kam der Patroltypische Lampenschutz zum Einsatz (der, der sich im Geländeeinsatz so gern in die Karosse drückt). Die Serienmäßig verbauten 7×15 Stahlfelgen mit 31×10,5-15 Bereifung mussten 9×15 Alufelgen weichen auf die Yokohama SD05 in 31×11,5-15 aufgezogen waren. Die Serienspiegel wurden gegen große Spiegel getauscht was ja relativ leicht zu bewerkstelligen wäre, da die Spiegel ja wie beim Patrol Typ 160 auch nur auf die Tür geschraubt sind, wenn diese verflixten Schrauben denn wenigstens losgingen und man die Kreuzschlitzschrauben nicht runddrehen würde! *grrr*, sowas gibt nen dicken Hals! Naja geschafft hab ichs dann ja doch irgendwie, wenn ich dazu quasi auch die gesamte Tür zerlegen musste *hrmpf*.
Ne Sonnenblende musste natürlich auch sein, diese kam vom Autohof Scheuber. 

Naja, und dann war da noch, hmmm, is mir schon fast peinlich, naja dieses ääähh, Deflecta Shield vor der Motorhaube, in Knallerot. Aus heutiger Sicht würde ich sagen war das ne stilistische 6! Ich nehme es einfach mal als Jugendsünde, OK?  ;o))

Ja, damals hab ich dann noch gedacht: “Wow, ich hab ein Monster geschaffen!” Doch weit gefehlt, das sollte erst der Anfang einer fast endlosen Modifikationsliste an Red Beauty sein…

Es kam natürlich wie es kommen musste, man hat sich irgendwann satt gesehen und kommt quasi von ganz allein und unweigerlich zu der Erkenntnis: Da geht noch was!
Somit wurde Ausbaustufe 2 ins Leben gerufen die die wohl tiefgreifensten Änderungen im Leben von Red Beauty bedeuten sollten, zumindest was die Äußerlichkeiten betraf. Das Ziel dieser Ausbaustufe sollten größere Räder sein was in Zahlen ausgedrückt 33×12,5-15 auf den oben schon erwähnten 9×15 Alufelgen bedeutete.

Zunächst mal war das Fahrwerk an der Reihe, der Patrol GR ist in Serie ja eher ein “Tiefflieger”, das ziemt sich für nen richtigen Geländewagen natürlich garnicht! Also flux geschaut was der Markt so hergibt, war leider nicht viel und mangels Erfahrung (und damals auch noch mangels Internet) wurde ein Trailmaster-Fahrwerk erworben. Dieses sollte 60mm Höherlegung bringen und bestand aus 4 Federn, 4 Dämpfern (Invader N7 Gasdruck), einem Lenkungsdämpfer, einem Distanzstück zur Absenkung des hinteren Panhardstabes und einer Getriebeabsenkung was nichts weiter als zwei 10mm hohe Metallplatten waren welche zwischen Rahmen und Getriebeträger montiert wurden. Dazu gabs noch ein TÜV-Gutachten zur problemlosen Eintragung.
Zunächst war ich auch recht zufrieden mit dem neuen Fahrwerk, es brachte die versprochene Höherlegung von 60mm und veränderte das Fahrverhalten des Patrols nicht deutlich ins negative. Nach ca. einem Jahr aber hatte sich das Fahrwerk bereits um 30mm gesetzt was demzufolge eine Nettohöherlegung von nur noch ebenfalls 30mm bedeutete. Zwei weitere Jahre später waren es leider nur noch 20mm und das obwohl das Auto niemals wirklich Offroad bewegt wurde! Äußerungen anderer Trailmaster-Fahrwerkseigner  mit gleichen Problemen bestätigten meine diesbezüglichen Erfahrungen. Dies ist auch der Grund dafür das ich persönlich Trailmaster-Fahrwerken bis heute eher skeptisch gegenüber stehe. Inzwischen soll die Qualität zwar deutlich zugenommen haben da die Komponenten dafür wohl in Deutschland bzw. Europa gefertigt werden aber dazu kann ich persönlich keine Aussagen tätigen da ich dies noch nicht ausprobiert habe.

Als zweiter Schritt zum Thema Hoch, Höher, am Höchsten war nun noch ein Bodylift in Planung. Da es aus dem Fahrwerk zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr herauszuholen gab war der Bodylift die einzige Möglichkeit zusätzliche Höhe zu gewinnen. Ich wußte zwar schon damals das es für die 33er Reifen eigentlich garkeinen Bodylift gebraucht hätte, die hätten auch nur mit dem Fahrwerk ins Radhaus gepasst, aber ich wollte mal wieder meeeeehr.
Da der Markt natürlich keinen fertigen Bodylift-Kit von der Stange hergab war Einzelanfertigung angesagt. Über einen Kumpel wurden also 12 Bodylift-Blöcke aus Aluminium in 70mm Durchmesser und 100mm Lange geordert. So´n 10cm Bodylift war zu damaligen Zeiten, der Umbau startete Anfang 1996, noch ne echte Ansage. Nun wird sich der geneigte Patrolist sicher fragen warum zum Teufel der Bengel denn 12 Blöcke geordert hat wo die Karosse doch nur an 10 Punken mit dem Rahmen verschraubt ist (der kurze GR übrigens an 8 Punkten, nur der Vollständigkeit halber an dieser Stelle erwähnt)??? Nun, das ist natürlich grundsätzlich erstmal korrekt, aber: Im Bereich des Kofferaumes liegt die Karosse ebenfalls noch an zwei Punkten auf einem Querrohr des Rahmens auf, nur eben nicht verschraubt. Hier haben die schlauen Japanischen Autobauer mitgedacht und durch diese Tatsache dafür gesorgt das sich das Blech im Kofferraum bei dessen schwerer Beladung nicht durchbiegen kann.
Zur Verschraubung der Liftklötze wurden Schrauben der Güte 8.8 mit selbstsichernden Muttern verwendet was dem Herrn TÜV-Prüfer im Nachhinein sehr genehm war.
Der Einbau des Lifts selbst gestaltete sich als nicht sooo schwierig jedoch gab es natürlich bei der Höhe des Liftes doch noch einige andere Komponenten die geändert bzw. angepasst werden mussten. Im einzelnen sind dies:
– Verlängerung des Tankstutzens (hier kam ein einfaches PE-Rohr zum Einsatz da ja lediglich Diesel durchfließen sollte)
– Anpassung der Lenksäule (hierfür verwendeten wir zunächst eine dickere Kunststoffscheibe mit eingepressten Metallhülsen anstatt der Hardyscheibe was sich jedoch nicht als der Weisheit letzter Schluß herausstellte da der Kunststoff zu wenig Bewegung zuließ. So wurde einfach eine zweite Hardyscheibe zusätzlich zur ersten statt der Kunststoffscheibe verbaut. Das funktioniert bis zum heutigen Tage auch beim jetzigen Besitzer von Red Beauty absolut Problemlos)
– Diverse Leitungen mussten verlängert werden
– Abdeckungen des Spaltes zwischen Rahmen und Karosse in den Radhäusern (hier kam Treckerreifenschlauch zum Einsatz den wir zurecht schnitten und in den Radhäusern verschraubt haben)
– Modifikation der Luftleitkanals für den Lüfter (da hat Nissan scheinbar von Haus aus schon an die Bastelfraktion gedacht! Im unteren Teil des Luftleitkanals läßt sich ein geklipptes Teil dessen einfach entfernen was eine völlige Freigängigkeit des Lüfters ermöglicht. Heute würde ich allerdings bei einem derartigen Umbau den Schritt zur Umrüstung auf Elektrolüfter gehen, denn die Kühlleistung hat durch den Lift doch schon erheblich abgenommen)
– Die Stoßstangen vorn und hinten mußten natürlich auch noch in der Höhe angepasst werden was angesichts der Tatsache das soweiso neue Stoßstangen zum Einsatz kommen sollten kein größeres Problem darstellte. Zu den Stoßstangen selbst aber später mehr.
– Der Unterfahrschutz bedurfte natürlich auch noch einer Modifikation da er ja am Rahmen verschraubt war und oben an der Stoßstange.

Durch diese Umbaumaßnahmen waren nun (zu dieser Zeit) alle Möglichkeiten der Höherlegung ausgeschöpft und reichlich Platz für die neuen Reifen geschaffen. Da die serienmäßigen Kotflügelverbreiterungen jedoch nicht mehr in der Lage waren die in der Breite nochmal deutlich gewachsenen Reifen abzudecken mußten hier auch noch neue her. Das war dann auch die Gelegenheit sich endlich von einer weiteren Schwachstelle der Patrol GR zu trennen: Den Schmutzfängern! Ich weiß ja nicht was Japans Ingenieure bei Nissan damals geritten hat aber sowas von Fehlkonstruiert ist mir selten untergekommen. Da gießen die Jungs unbehandelte Metallstreifen einfach ins Gummi mit ein und hoffen das dieses das einbgegossene Metall auch nach Jahren noch schützt! Tststs, so´n Mumpitz! Ich hab bis heute noch keinen Patrol GR älter als 6 Jahre gesehen bei dem die Halterungen nicht an- oder gar weggeammelt waren. Nunja, zurück zu den Verbreiterungen: Ich suchte welche die an die Originaloptik angelehnt waren, da gab es nur wenig Auswahl um nicht zu sagen nur einen Anbieter: Delta 4×4. Wer Delta kennt der kennt auch die Preise, aua sag ich da nur. Aber wer schön sein will muss leiden, also nahm ich den Kaktus aus der Tasche und bezahlte. Das Ergebnis entschädigte dafür, oder?

Sieht doch schon recht stimmig aus, gell? Auf jeden Fall passt die Höhe nun auch zum Gesamterscheinungsbild eines Patrol GR!

Weiter oben erwähnte ich ja bereits die Stoßstangen. Das diese nicht so bleiben konnten wie sie waren war angesichts des neuen Erscheinungsbildes meines Autos ja wohl klar, oder? Na eben! So suchte ich auch wieder in Prospekten nach Inspiration und fand dort die eine oder andere Anregung, jedoch nichts was mich so wirklich überzeugen konnte.
Zum Schluß stand fest das auch hier wieder Einzelanfertigung das Zauberwort war. So wurden sowohl die vordere wie auch die hintere Stoßstange aus Edelstahlrohr mit 90mm Durchmesser und 2mm Wandung gefertigt. Vorne kam auf die Doppelrohrstoßstange dann auch noch ein A-Bügel aus selbigem Material zu Einsatz. Die Halterungen der Stoßstangen wurden den geänderten Gegebenheiten durch den Bodylift natürlich gleich angepasst. Der Unterfahrschutz wurde in diesem Zuge einfach seines obersten Querrohres entledigt und kurzerhand mit der neuen Stoßstange verschweißt, schnell, einfach und unheimlich stabil! So solls sein. Zum Abschluß wurden die oberen Abdeckungen noch aus 5 auf 3mm Aluriffel gefertigt um die Sache optisch ansprechender und vor allem auch “begehbar” zu machen. 
Wer jetzt gut aufgepasst hat und sich mit dem Patrol GR der Modellreihe Y60 ein wenig auskennt wird sich vermutlich fragen wie ich denn die hintere Stoßstange einfach gegen eine solche aus zwei 90mm Rohren ersetzen konnte? Die Serienstoßstange hat doch Rückleuchten drin?! Dieses Geheimnis lüfte ich etwas weiter unten, also bitte noch ein wenig Geduld. ;o)
Bei der Gelegenheit des Stoßstangenbaus bekam der Kühlergrill auch gleich noch ne neue Farbe. Ich fands damals Todschick  ;o))

Als nächstes war die Beleuchtung an der Reihe. Durch den Bodylift und die damit verbundene “Absenkung” des Viscolüfters hatte die Effizienz der Motorkühlung ja schon deutlich abgenommen. Es war also klar das die Lampenbatterie auf garkeinen Fall wieder vor dem Kühler platziert werden durfte. Da ich aber auf die Zusatzbeleuchtung auch nicht verzichten wollte kam nur eine Lösung der Problematik in Betracht: Ein Lampenbügel aufs Dach! Danny hatte grad einen über und so kam es das dieser nach “harten Verhandlungen” den Besitzer wechselte. Die serienmäßigen Zusatzscheinwerfer waren schon vor dem Kühler montiert nicht der Bringer also mußten diese weichen und ich entschied mich gleich für die ganz große (im wahrsten Sinne des Wortes) Keule: Hella Luminator Metall mit integriertem Standlicht (Coooool!!!). Is Abends in der Dämmerung schon ne ziemliche Show gewesen. Heute gehört sowas ja schon fast zum Standard. 
Die Kabelführung würde ich heute allerdings anders realisieren, denn:
– Der Leitungsquerschnitt war mit 2,5mm² für 4 mit 55W Birnen bestückten Leuchten zu klein
– Die Kabeldurchführung duch das Türgummi auf der Beifahrerseite war keine Dauerlösung
Heute hab ich das anders gelöst, aber das könnt ihr dann später unter “Blaubärs” Evolutionnachlesen.

Zu den Kleinigkeiten dieser zweiten Umbauphase zählten dann schon eher der Austausch des Knalleroten Deflectashields vorne gegen ein solches, der Karosserieform angepasstes von EGR welches zusammen mit einem “Dustshield” von selbigem Hersteller den Weg an meinen Patrol fand. Beide Teile wurden wiederum von Delta 4×4 bezogen. Zusätzlich bekam Red Beauty eine LED-Bremsleuchte aufs Dach “gezimmert”, versteckt hinter dem Dustshield.
Da sich die Spiegel bei einer Geschwindigkeit jenseits der 110km/h immer wieder anklappen wollten wurden kurzerhand Querstreben dafür angefertigt welche dem entgegen wirkten, das funktionierte perfekt.Hier machte sich wieder einmal mehr bemerkbar, dass man doch ggf. auf Markenzurüstteile statt Günstigkram zurück greifen sollte. Naja, in diesem Fall gings ja auch so.

Die Frontansicht macht es schon recht deutlich: Ich bin ne imposante Erscheinung! (Das Auto, nich dessen Besitzer im Hintergrund)  ;o))

Zu erwähnen wäre noch das eine Tachoangleichung für die 33er Reifen noch nicht von Nöten war da der Tacho bei einer durchgeführten Überprüfung dessen mit den 33ern genau stimmte. Wie die Erfahrung im Laufe der Zeit zeigte läßt sich dies auf alle anderen Patrol bzw. teilweise auch auf andere Geländewagen aus dem Hause Nissan projezieren. Da haben die Konstruktuere wohl schon vorausgedacht, was?  ;o))
Gefahren hat sich der Patrol mit den 33ern noch recht vernünftig obgleich man natürlich schon merkte das er ein wenig seiner “Spritzigkeit” eingebüßt hatte aber das hielt sich alles noch in vertretbarem Rahmen.

Nachdem ich mit den Äußerlichkeiten nun zunächst zufrieden war beschloß ich wenig später mich in Ausbaustufe 3 um den Innenraum zu kümmern, das Ambiente sollte ja schließlich auch nicht zu kurz kommen.
Zunächst stand ein kleineres Lenkrad auf der Wunschliste. Da damals diese Airbrush-Lenkräder absolut Hip waren musste sowas natürlich auch her. Passend zur Außenfarbe bitte in rot. Als Motiv hatte ich mir nen Wasserfall ausgesucht…   …NEIN, das würde ich heute nicht nochmal machen!  ;o))  Passend zum 36er Raid (Nabe war übrigens die M312 für Fahrzeuge bis Bj. 91, Fahrzeuge ab Bj. 92 benötigen die M313 da die Verzahnung der Lenkstange geändert wurde) orderte ich dann noch zwei Schaltmanschetten im gleichen Farbton und die kompatiblen Schaltknäufe im angesagten Carbonlook. Wenig später dann kam auch noch eine Manschette für den Handbremsgriff hinzu.
Mit den Schaltknäufen war nun der Grundstein für die Carbonfolie im gesamten Innenraum gelegt. Sowas gabs damals in passenden Sätzen und beinhaltete wie man auf den Bildern schon sehen kann Teile fürs Armaturenbrett, die Armlehnen an den Türen (auch hinten) und die Mittelkonsole. Wichtig, wenn solche Teile verarbeitet bzw. verklebt werden ist die Außentemperatur. Das ganze sollte nicht unter 20 Grad stattfinden da die Teile dann einfach wieder abfallen. Ob ich sowas aus heutiger Sicht nochmal “einbauen” würde? Naja, wohl eher nicht, sagen wir mal mein Geschmack hat sich diesbezüglich “etwas” gewandelt.

Ton in Ton, Schön is dat schon. Naja, oder auch nich, je nachdem wie man das sieht.  ;o))

Die Technik sollte ja aber auch nicht zu kurz kommen und so erwarb ich zunächst noch 3 VDO Zusatzinstrumente: Außentemperturanzeige (der Fühler wurde hinter der Stoßstange montiert das hat sich sehr bewährt), Amperemeter (hab ich nie angeschlossen, ich weiß bis heute nich wieso eigentlich nicht) und als wichtigstes Kontrollinstrument die Öltemperaturanzeige dessen Fühler auch gleichzeitig als neuer Ölmessstab diente. 

Warum ein Ölthermometer? Nun, dazu muss ich an dieser Stelle ein wenig weiter ausholen:
Wie der geschulte Patrolist weiß stammt der RD28T Motor, der sich im Patrol GR Typ Y60 befindet, eigentlich aus der Nissan Limousine Laurel (hier als Saugdiesel verbaut). Für den Einsatz im Patrol wurde dem Motor “einfach” ein Turbolader verpasst und man meinte nun ein passendes Antriebsaggregat für den über 2 Tonnen schweren Geländewagen gefunden zu haben. Das dem nicht unbedingt so war sollte die Zeit ja noch zeigen. Warum kam dieser Motor überhaupt zum Einsatz? In anderen Ländern gab es doch auch den eigentlich viel besser geeigneten TD42, einen 4,2 Liter Saugdiesel?! Dies hat mal wieder (schon zu damaliger Zeit) mit den Abgaswerten und deutscher Bürokratie zu tun, dies aber an dieser Stelle nur am Rande.
So, wo war ich? Ach ja, der RD28T und seine hausgemachten Thermikprobleme. Also, nachdem man bei Nissan also meinte einen perfekten Motor für den Europäischen Markt gefunden zu haben debütierte der Patrol GR 1988 in unseren Landen. Lange Zeit wurde er auch zunächst gefeiert als das Maß der Dinge (neben Toyota natürlich). Mit der Zeit jedoch häuften sich die Fälle in denen die Zylinderkopfdichtung ihren Dienst versagte und in vielen Fällen auch der Zylinderkopf in Mitleidenschaft gezogen wurde (Risse im Kopf, meist zwischen 5. und 6. Zylinder, Kopf war krumm). Man stellte also fest das dieses Turboaufgeladene PKW-Motörchen den Gegebenheiten eines 2-Tonners, der Reisegeschwindigkeiten von 160km/h zulässt und obendrein auch noch bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen darf, vor allem in diesen Fällen nicht wirklich gewachsen war. Zudem ließ leider so mancher Patrolfahrer die nötige Sorgfalt bei der Wartung seines Lieblings vermissen. Aber grade solche Sachen wie Ölwechsel alle 5000 km sind für einen thermisch stark belasteten Turbomotor von höchster Wichtigkeit. Fazit: Mangelnde Wartung, hohe Geschwindigkeiten über längere Zeiträume und das Ziehen von schweren Anhängern waren (und sind teilweise heute noch) die häufigsten Ursachen für Kopfschäden am RD28T.
Im Jahre 1992 hat Nissan dann reagiert und dem Patrol im Zuge des Facelifts (elektr. Außenspiegel, Blinker hinten in Stoßstange, anderes Lenkrad, etc.) einen Ölkühler serienmäßig mit auf den Weg gegeben, zudem wurden die Kühlwasserkanäle im Kopf von 31 auf 33mm vergrößert. Dies half auch schon ein ganzes Stück weiter sodass die Anzahl der Kopfschäden deutlich abnahm, ganz behoben wurden die thermischen Probleme bis zur Einführung des RD28ETi mit elektronisch geregelter Einspritzpumpe und Ladeluftkühler im Patrol GR Typ Y61 jedoch nicht.

Soweit dazu, doch nun zurück zu Red Beauty: Da es sich bei meinem Patrol ja um ein Baujahr 1991 handelte (also ohne Ölkühler und vergrößerte Kühlwasserkanäle) und ich zudem (wir erinnern uns) ja durch den Bodylift den Wirkungsgrad des Viscolüfters zusätzlich gesenkt hatte war es mehr als ratsam eben dieses Ölthermometer als Kontrollorgan einzusetzen um ggf. in brenzligen Situationen reagieren zu können (Fuß vom Gas, einfach aber wirkungsvoll)!

Wenn man sich für wichtig hält braucht man natürlich auch ein Autotelefon, is ja klar, oder? War aber natürlich n gebrauchtes, von wegen der Kohlen.  ;o))  Der Koffer selbst war hinten im Kofferraum montiert (wie der Name schon sagt), vorne hing nur der Hörer. Das Gerät war ein AEG D-Netz Gerät, genaueres weiß ich schon garnicht mehr von dem Ding.

Ein CB-Funkgerät war natürlich auch Pflicht, von wegen der Kommunikationsmöglichkeiten auf Bundesdeutschen Autobahnen und dem wirklich aktuellen “Verkehrsfunk” auf Kanal 9 AM. Der Einbauort war vielleicht nicht ganz so glücklich gewählt aber mir mangelte es damals noch an einer Overheadkonsole unter dem Dach.

Für die musikalische Beschallung wählte ich ein (ebenfalls gebrauchtes) Kenwood Radio mit 10-fach CD Wechsler. Letzterer fand ebenfalls im Kofferraum unter einer speziellen “Abdeckung” seinen finalen Einbauort. Die (eigentlich nicht schlechten) Serienlautsprecher in den vorderen Seiten- und in den Hecktüren wurden gegen solche von Phillips getauscht. Unter der Rückbank fand dann noch ein 30er Subwoofer, ebenfalls von Phillips seinen Platz. “Angetrieben” wurde das ganze von zwei Verstärkern deren Leistung ich leider nicht mehr auf´m Schirm hab.

Bitte fragt mich jetzt nicht was mich dazu bewogen hat diesen komischen Gummigeier da auf den Instrumenten zu platzieren, ich weiß es nicht! Ich war Jung und.. ähm…, ach was weiß ich!
Auf die Schalthebelkonsole unterhalb der Mittelkonsole war ich damals aber besonders Stolz, stammte sie doch von einem Patrol GR “Special Edition”. Das war ein Sondermodell welches lediglich 1993-1994 in Deutschland angeboten wurde und über eine Veloursinnenausstattung mit speziellen Komfortsitzen, 8×16 Alufelgen mit 265/70-16 Breitreifen, einer speziellen Wärmeschutzverglasung und eine Kunststoffbeplankung an der Seite verfügte. 

Inzwischen hatte Red Beauty schon ne ganze Menge Geld “inhaliert” und man macht sich natürlich fast zwangsläufig seine Gedanken darüber wie man wohl einen Teil dessen wieder reinholen könnte. Zudem hatte ich auch noch keine Universallösung für mein Übernachtungsproblem auf Treffen gefunden und so kam ich als bald auf die Idee Red Beauty in ein Wohnmobil zu verwandeln. Das dies kein leichtes Unterfangen werden würde war mir von vornherein klar. So beschloß ich zunächst Kontakt zum TÜV aufzunehmen um dort zu erfragen welche Voraussetzungen denn für eine Verkehrsrechtliche Anerkennung meines Patrol als Wohnmobil erfüllt werden müssten. Zu damaliger Zeit waren dies garnicht so viele:
– Schlafgelegenheit im Fahrzeug
– Stauraum in Form von Schränken
– Kochgelegenheit, wobei diese nicht fest installiert sein musste
– Tisch
Insgesamt sollte das Fahrzeug den Eindruck erwecken das man darin wohnen könnte wenn auch mit minimalstem Komfort.
Bewaffnet mit diesen Informationen ging ich in die Nachbarschaft wo glücklicherweise ein Bekannter meiner Eltern eine Hobbymäßige Tischlerwerkstatt hatte. Ich sprach die Sachlage kurz mit ihm durch und er willigte ein mir mit Rat und noch vielmehr mit Tat zur Seite zu stehen. 
Der Plan sah in groben Zügen beschrieben so aus, dass auf jeden Fall die hintere Sitzbank erhalten bleiben sollte. Somit musste eine Lösung her welche mit umgeklappter Rückenlehne funktionierte. Damit ich hierfür eine ebene Fläche als Liegefläche erhalte war eine leichte Erhöhung des Kofferraumbodens von Nöten. Die Schränke sollten lediglich bis zur Unterkante der hinteren Seitenscheiben reichen und bei dieser sich bietenden Gelegenheit den Koffer des Autotelefones und den CD-Wechsler “unsichtbar” werden lassen. Zudem sollten sie nicht viel breiter als die Radkästen werden um diese zwar zu verdecken, nicht jedoch zuviel Laderaum zu kosten.
So fertigten wir zunächst Pappschablonen für die Schränke selbst und die Laderaumerhöhung zwischen den Schränken an wonach dann die Maße der Bauteile abgenommen werden konnten. Der Tischlermeister zauberte dann aus speziell für den Möbelbau in Wohnmobilen vorgesehenen Platten (ich hab leider die genaue Bezeichnung der Platten vergessen) eben diese Schränke und die Laderaumerhöhung. Als Profi in seinem Handwerk natürlich mit Umleimer und perfekt eingepassten Türen und allem was dazu gehört. Als Zusatzschmankerl gabs dann noch einen kleinen klappbaren Tisch für die große Hecktür.
Nachdem die Möbel eingebaut waren musste ich mir langsam mal Gedanken um die Ausstattung des Schlafplatzes machen. Ich wählte 60mm hohe Schaumstoffstücke die ich passend zurecht schneiden ließ und für die eine benachbarte Schneiderin passende Bezüge anfertigte. Danach gings ab zum TÜV zwecks Änderung der Fahrzeugart und da ich ja alles vorher mit denen besprochen hatte war auch dies absolut kein Problem!
Der Lohn dieser Mühen war ein deutlich verminderter KFZ-Steuersatz (durch die Auflastung auf 2810kg zGG im Zuge der Eintragung) und die deutlich geringere Versicherungsprämie welche sich nahezu halbierte. Der Patrol an sich rangiert ja bis heute auf den oberen Rängen in den Haftpflichtklassen aber damals war er in Klasse 25 zu finden und da war auch Ende der Liste, teurer gings nicht!

Hier nun das fertige Ergebnis in “Schlafposition”. In die Kofferraumbodenerhöhung war ein “Schmuggelfach” integriert in dem z.B. der separate Spirituskocher und allerlei Kleinzeug sein Plätzchen fand.
By the way: Da sind ja garkeine Rückleuchten in der Stoßstange???  ;o))

Die Liegefläche: 2 Meter lang und an der schmalsten Stelle 98cm breit. Damals hat das für mich und meine Frau noch ausgereicht, aber heute…  ;o))
Die “Matratzen” waren in 3 Teile aufgeteilt um sie bei nicht gebrauch vernünftig verstauen zu können bzw. um sie leichter aus dem Fahrzeug zu entfernen.
Diesem gesamten Ausbau trauere ich bis heute noch nach!

In diesem “Zustand” gewann Red Beauty dann auch seinen ersten Pokal bei der Nissan Off Road Erlebnistour 1996 als der schönste Nissan an diesem Wochende. *mächtigstolzgewesenbin*
Dies war aber nicht sein einziger Pokal wie sich ein Jahr später noch herausstellen sollte.

Wenn man sich die oberen Bilder anschaut stellt man fest das da Reifengrößentechnisch eigentlich noch was gehen müsste, oder? Naja, zumindest stellte ich das für mich irgendwann fest. Somit war der Grundgedanke für Ausbaustufe 4 gelegt. Als ich mich finanziell wieder etwas erholt hatte beschloß ich also mal zu schauen was es da noch so gäbe. Meine Wahl fiel auf 35×12,5-15 BF Goodrich Bereifung, natürlich als Mud Terrain wegen der besseren Optik. Im Zuge dessen sollten auch gleich noch neue Felgen her. Ich entschied mich für Excentric Chromfelgen in 10×15 mit einer Einpresstiefe von -44mm, also “ganzweitraus”. Ne Zitterpartie war es schon, wußte ich doch bis zuletzt nicht ob diese Rad-/Reifenkombination auch wirklich ausreichend Platz in den Radhäusern hatte. 
Als die Reifen endlich da waren fuhr ich sofort nach Excentric um sie dort montieren zu lassen, die für diese Felgen benötigten Distanzscheiben von 5mm Stärke hatte ich mir bereits zuvor besorgt. 
Hierzu gleich ne wichtige Info: Diese Distanzscheiben werden grundsätzlich bei den meisten Felgenumrüstungen benötigt. Hintergrund ist die Tatsache das bei fast allen Nachrüstfelgen das Mittelloch um 2mm zu klein ist. Die Felge passt zwar über die Nabe, aber am Ende dessen, direkt am Achsschenkel wo die Felge anliegen sollte befindet sich eine 1mm starke Erhöhung über die diese Felgen nicht drüber gehen. Würde man die Felgen trotzdem ohne Distanzscheiben montieren, so würde die Felge nicht am Achsschenkel anliegen und unweigerlich dazu führen das mit der Zeit (neben unrundem Lauf der Räder) die Radbolzen abreißen würden. Fälle in denen das passiert ist gibt es genug. 
Nach der Montage war klar: Die Räder passen! Es war lediglich noch ein wenig “Feintuning” an den Kotflügelverbreiterungen nötig aber das verbuchen wir mal unter ferner liefen.
Dies sollte dann wohl der erste Patrol GR im Norddeutschen Raum sein welcher mit dem Segen des TÜV auf 35er Rädern dahinrollt.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ne Rakete war der GR mit den 35ern nicht mehr. Für den Einsatz als Zugfahrzeug (ne Anhängerkupplung hatte er bis zu seinem Verkauf nie gesehen), für höhere Geschwindigkeiten oder gar für den Geländeeinsatz wäre auf jeden Fall eine Änderung der serienmäßigen Achsübersetzung von 4,625:1 auf mindestens 4,875:1 fällig gewesen.
Für den TÜV war dann jetzt auch ne Tachoangleichung nötig welche aber mittels eines anderen Ritzels im Tachoantrieb realisiert wurde und somit nicht weiter aufwändig war.

Ansatzweise zu erkennen sind hier auch die neuen, manuellen Freilaufnaben (schon fast ein Fetisch von mir) die ich mir damals noch von Peter Schröder (SAS) besorgte da eine meiner Seriennaben (wie so viele andere auch wenn sie nicht regelmäßig genutzt werden) das zeitliche gesegnet hatte. Diese waren von dem, mir bis dahin unbekannten, Hersteller ORA. Funktioniert haben sie bis zuletzt perfekt und weitaus günstiger als die Seriennaben waren sie auch. Sie kosteten als Paar (!!!) nur ein drittel dessen was eine (!!!) Seriennabe neu gekostet hätte!

Den Dekorsatz auf der Flanke bitte ich wohlwollend zu ignorieren, das war damals ein…ähm, wie soll ich sagen…, Versehen?! *vorschamganzrotwerd*
 

Der Lampenbügel wich mit der Zeit dann auch einem ausgewachsenen Dachgepäckträger von SOR den ich ebenfalls wieder gebraucht erstand. Da diese Teile alle Kunststoffbeschichtet sind, sich diese mit den Jahren durch Risse und Abplatzungen und dadurch unterwanderenden Rost ablöst, war mal ne Generalsanierung des Trägers fällig. Zunächst versuchten wir den Kunststoffkram abzubrennen was aber irgendwie nicht der Weisheit letzter Schluß war. Letztendlich hab ich doch tief in die Tasche gegriffen und den Träger Sandstrahlen lassen. Bevor er jedoch neuerlich beschichtet wurde bekam er Halterungen für zwei weitere Aluriffelblechplatten (eine hatte er ja schon serienmäßig im vorderen Bereich) und einen Lampenbügel angeschweißt. Die Leuchten sollten ja schließlich wieder zum Einsatz kommen! Dann wurde der Träger Pulverbeschichtet und war somit bereit für den aufbau. 
Unter uns: Er macht zwar nen sehr stabilen Eindruck aber die Erfahrung hat gezeigt das sich dieser Träger auf Fernreisen nicht bewährt, da sind die Füße abgerissen und haben das ganze Dach beschädigt. Für solche Zwecke also besser was stabileres besorgen, gell?! Für den gelegentlichen Einsatz auf unseren Straßen ist der Träger aber bestens geeignet und auch als Aussichtsplattform hat er mir damals schon gute Dienste geleistet.

Die zweite CB-Funkantenne welche auf diesem Bild zu erkennen ist hatte keine wirkliche Funktion und diente nur der besseren Optik wegen als Dummy.
Leider nicht zu sehen auf diesem Bild ist der neu gestaltete Auspuff. Das geschulte Patrolistenauge erkennt es lediglich daran das hinten kein Röhrchen zu sehen ist.  ;o))
Das liegt daran das der gesamte Auspuff ab dem Flexrohr weichen musste. Hier wurde ein Glasspack vom Typ “Purple Hornie” verbaut. Purple war hierbei wörtlich zu nehmen, das Ding war wirklich Lila! Wie sich das gehört haben wir das Glasspack (auch Brülltüte, Cherrybomb, Durchgangsdämpfer etc. genannt) natürlich schraubbar mittels Flanschen gestaltet denn an TÜV für das Teil, wo es doch einfach nur nen Ausgang mitten unter dem Wagen nach unten hatte, war natürlich nicht zu denken. Demzufolge musste es natürlich gegen die Originalanlage austauschbar sein.
Der Klang war ne absolute 1+. Nicht viel lauter aber dermaßen Dumpf das man glaubte der Hubraum dieses Autos läge knapp am zweistelligen Bereich. Es war ein echter Ohrenschmaus!

Hier sehen wir dann jetzt des Rätsels Lösung bezüglich der Stoßstange ohne integrierte Rückleuchten: Die Sagenumwobene 3-Kammer-Leuchte! Ob mans glaubt oder nicht aber diese Teile kann man ganz normal bei nem fähigen Nissan Dealer bestellen der auch mal über den Tellerrand des Landes hinweg schaut und in der Lage ist auch die Ersatzteil-CD´s aus anderen Ländern zu besorgen. Die meisten haben dazu natürlich einfach keine Lust und behaupten dann das es sowas garnicht gibt. Diesbezüglich hab ich mit meinem Ersatzteilberater (zu dem ich heute ein freundschaftliches Verhältnis über die Fahrzeuge hinaus pflege) nen absoluten Volltreffer gelandet!
Doch weiter im Text: Diese 3-Kammer-Leuchte macht die Rückleuchten in der Stoßstange dahingehend überflüssig, als das sowohl Blinker, Rücklicht, Bremslicht und sogar Rückfahrscheinwerfer in einem Gehäuse vereint sind. Lediglich die Nebelschlußleuchte fehlt. Diese muss ggf. an anderer Stelle nachgerüstet werden.
Die Montage war denkbar einfach denn die Leuchte wird einfach gegen die serienmäßig in der Karosse befindliche Rückleuchte ausgetauscht. Lediglich die “Elektrifizierung” der Leuchte bedarf da etwas Gehirnschmalz und ner Prüflampe da die Kabel fürs Rücklicht und die Bremse (und ab Modelljar 1992 wärens ja auch noch die Blinker) ja außen ankommen und zur Stoßstange führen während sich diese ja nun in der Karosse befinden. Hier hilft aber ein serienmäßig vorhandener Gummipfropfen an der Stelle um die Kabel flux von außen nach innen in die Karosse zu verfrachten. Noch n bisschen Lötzinn und Schrumpfschlauch dazu geholt und alles wird gut!
Nun fragt man sich natürlich zwangsläufig warum diese Rückleuchten nicht gleich serienmäßig eingebaut wurden? Die Antwort auf diese Frage findet Ihr unter: Der “Blaubär”

Na, habt ihr euch auch grade gefragt warum euch das Heck irgendwie anders vorkommt? Also mal abgesehen von der Stoßstange und den Rückleuchten?!
Na klar, die Hecktür! Da sollte doch eigentlich ein Reserverad sein! Ja, sollte, ist aber nicht (mehr). Damals war ich noch der Meinung das ein 35er Reifen da nicht dran passen könnte und nur so proforma nen kleineren Reifen an die Hecktür nageln wollt ich dann auch nich. Also hab ich das Serienrad und den Halter abgeschraubt. Was man dann sah fand ich zu damaliger Zeit aber nicht grad nen optischen Leckerbissen: Die Reserveradmulde! “Nenene, dat geht so nich, die muss wech!” sprach er und machte sich auf zu seinem Haus und Hof-Lackierer und Karosseriefachmann. Ich bat ihn die Reserveradmulde unsichtbar zu machen und er versprach dies auch zu tun, zu einem vorher bestimmten Preis (hätte er das man nicht gesagt). Die serienmäßige Spritzdüse die wie eine Pfeilspitze aus der Tür hervorlugte wurde im Zuge dieser Schönheits-OP auch gleich mal durch ne schöne flache aus dem Patrol Typ 160 ersetzt. 
Eine Woche später konnte ich die Tür mitsamt dem Wagen dran dann wieder in Empfang nehmen und ich muss sagen das Ergebnis hat mich schon sehr überzeugt, was meint Ihr? Lediglich der Karosseriebauer schimpfte wie ein Rohrspatz denn das der Job dermaßen viel Arbeit und vor allem Zeit kosten würde hatte er nicht mit einkalkuliert. Er gab mir dann noch mit auf den Heimweg das er einen solchen Job kein zweites mal mehr machen wollen würde, warum nur?  ;o))
Ach ja, falls ihr mal ein Klappern im Fahrzeuginneren eures Patrol GR vernehmt von dem Ihr partout nicht wißt wo es herkommt, dann schaut mal nach ob der Wasserschlauch nicht vielleicht aus seinem Plastikclip in der Hecktür “geflutscht” ist, ich sag euch sowas kann einen vogelig machen…

Brrrrhua, ick will dir fressen!  ;o))

Im Jahre 1997 begab es sich dann zum zweiten male das Red Beauty im Zuge der diesjährigen Nissan Off Road Erlebnistour an der dort ausgetragenen Schönheitskonkurrenz teilnahm. In Ermangelung hübscherer Fahrzeuge sackte der Patrol auch hier wieder einen Pokal als schönstes Fahrzeug der Kategorie Nissan ein und dem Besitzer schwoll vor Stolz wieder mal die Brust! Man nur gut das es da um die Autos ging und nicht um die Besitzer dessen, der hätte nämlich nich mal n Blumentopf mit nach Hause gebracht!

Zum Abschluß noch ein paar, wie ich finde sehr schöne Bilder von Red Beauty in freier Wildbahn.

Tja, das waren die letzten Bilder von Red Beauty als sich dieser noch in meinem Besitz befand. Ich frage mich heute noch was mich damals wohl geritten hat als ich irgendwann beschloß unbedingt einen amerikanischen Pickup besitzen zu müssen. Um diesen zu finanzieren musste Red Beauty natürlich verkauft werden und so trennte ich mich zwar schweren Herzens aber voller Freude auf den amerikanischen Blechhaufen von meinem Liebling. Ein folgenschwerer Fehler wie sich herausstellen sollte denn ich kaufte mit dem 83er GMC K3500 Crew Cab Dually eine echte Zitrone an der ich viel viel Geld verlor. Wer aber nicht hören will (und Dirk hat mich mehr als einmal davor gewarnt!) der muss fühlen, und das geht am besten und nachhaltigsten über die Breiftasche! Ich denke jetzt noch voller Reue an diese Zeit zurück…

Jedoch sollten sich die Wege von Red Beauty und mir doch noch einmal kreuzen…

…denn über einen Umweg erwarb Hergen, ein guter Bekannter, Red Beauty wieder und hält ihn seither in Ehren. Der Besitzer zwischen mir und Hergen hatte es allerdings tatsächlich geschafft die Kopfdichtung innerhalb von nur 2000 km zu töten. Jaja, die mangelnde Wartung…

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